Eltern fühlen sich von Schulen bei Schweinegrippe schlecht informiert

(redaktion/NOZ) Der Vorsitzende des niedersächsischen Landeselternrates Pascal Zimmer hat in einem Gespräch mit Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) an die Schulen appelliert, im Zusammenhang mit Erkrankungen an Schweinegrippe offen mit den Eltern zu kommunizieren: Das sei doch wohl eine Selbstverständlichkeit. Zimmer reagierte damit auf Beschwerden von Eltern in Niedersachsen.

10.11.2009 Artikel

So erfuhr laut NOZ ein Vater im Landkreis Cloppenburg erst durch die Medien von Krankheitsfällen auf einer Schule, die sich den Pausenhof mit dem seines Kindes teilt. Bei Kopfläusen würden die Eltern sofort schriftlich informiert, bei Schweinegrippe gelte das nicht. Besonders bei schweren Vorerkrankungen oder bei chronisch erkrankten Kindern müssten die Eltern eine Chance haben, rechtzeitig zu handeln und ärztlichen Rat zu suchen, wird Pascal Zimmer weiter zitiert. Deshalb müssten Eltern über Erkrankungsfälle an der Schule zeitnah informiert werden.

Laut NOZ bestätigte ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums, dass im Bundesinfektionsschutzgesetz die Pflicht zur Information der Eltern nicht vorgesehen sei.


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