Bayern

Elternverband fordert am Alter der Kinder orientierte Lehrerbildung

Der Bayerische Elternverband bedauert es, dass Lehrer in Bayern weiterhin nur für eine bestimmte Schulart ausgebildet werden sollen. Eine Ausbildung für Schulstufen, also für die Grundschule, die Sekundarstufe I und die Sekundarstufe II hätte für Schüler und Lehrer Vorteile. Es würde weniger Unterricht ausfallen, denn Lehrer könnten an vielen Schularten eingesetzt werden. Der entscheidende Vorteil sei jedoch der pädagogische.

10.04.2013 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Zur heutigen Absage des bayerischen Kultusministers an die Stufen-Lehrerbildung sagt Maria Lampl, die Landesvotsitzende des Bayerischen Elternverbands: "Selbst Lehrer am Gymnasium haben es mit immer unterschiedlicheren Schülern zu tun. Das Vorsortieren funktioniert schon lange nicht mehr so, dass alle Kinder in einer Klasse gleiche Lernvoraussetzungen hätten. Dennoch werden sie alle nach Schema F unterrichtet - in diesem Fall nach dem Schema Gymnasium. Etwas anderes hat der Gymnasiallehrer ja auch nicht gelernt."

Anstatt die Schüler auf Schularten zu verteilen und sie dort nach den Kriterien dieser Schulart zu unterrichten, würden alle Schüler vom professionell-pädagogischen Blick eines Lehrers profitieren, der auf Schüler der jeweiligen Altersgruppe spezialisiert ist und ihnen dann genau die Art von Lernunterstützung und Lernbegleitung anbieten kann, die sie brauchen. "Das kann für einen Mittelschüler in Mathe auch mal Gymnasiumsniveau sein, und für den Gymnasiasten in Englisch das Niveau der Mittelschule", sagt Lampl. Auch mit Blick auf die Inklusion, die für alle Schularten gilt, sei ein schülerorientierter Ansatz in der Lehrerbildung sinvoller als ein an den Fachwissenschaften orientierter.


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