Inklusion

Empfehlungen des Expertenrats zur schulischen Bildung von jungen Menschen mit Behinderung werden konsequent umgesetzt /Politische Beratung

"Das Land Baden-Württemberg geht jetzt den nächsten Schritt zur konsequenten Weiterentwicklung der gemeinsamen Beschulung von jungen Menschen mit und ohne Behinderung. Dazu sind alle Schulen aufgerufen, ihren Beitrag zu einem Miteinander in der Vielfalt und für eine Vielfalt im Miteinander zu erörtern. Baden-Württemberg hat für den vom Expertenrat vorgeschlagenen Weiterentwicklungsansatz beste Voraussetzungen", sagte Kultusministerin Marion Schick. Sie hat heute alle Schulen des Landes über neue Möglichkeiten in Fragen der schulischen Bildung von jungen Menschen mit Behinderung informiert.

25.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

29 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen in Baden-Württemberg bereits eine allgemeine Schule. Damit liegt Baden-Württemberg weit über dem Bundesschnitt von 16 Prozent. Dazu sind die Zahl der Klassen an Sonderschulen an allgemeinen Schulen (sogenannte Außenklassen) von 39 (1998/1999) auf knapp 340 im Schuljahr 2009/2010 gestiegen. Allein über diesen Weg werden etwa 1 900 Schülerinnen und Schüler aus Sonderschulen an allgemeinen Schulen unterrichtet.

Grundlage für den Brief an die Schulleiterinnen und Schulleiter sind die im Februar veröffentlichten Empfehlungen des Expertenrates "Schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung in Baden-Württemberg", die nun umgesetzt werden. Schick hat in dem Brief auf die positiven Erfahrungen vieler Schulen hingewiesen, jungen Menschen mit Behinderung den bestmöglichen Zugang zu Bildung in allgemeinen Schulen und Sonderschulen zu ermöglichen. Sie machte deutlich, dass die Frage des gemeinsamen schulischen Lernens von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung ein komplexes und sensibles Thema sei, das nur im konstruktiven Dialog vor Ort gut gelöst werden kann.

Im April wird sich der Ministerrat abschließend mit der Ausweitung der inklusiven Bildungswege befassen. "Wir beginnen in Schwerpunktregionen, gleichzeitig kann vor Ort sofort mit der Umsetzung der Empfehlungen begonnen werden, wenn Eltern, Schulen, Schulverwaltung und Partner dies wünschen und sich einigen. Parallel dazu wird die Schulgesetzänderung in die Wege geleitet", sagte Schick.

Die Empfehlungen des Expertenrats unter www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1263897/

Weitere Informationen zur schulischen Bildung von jungen Menschen mit Behinderung unter Aktuelles unter www.kultusportal-bw.de


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