Emsdetten darf nicht vergessen werden
„Der VBE hat mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die Geschwister Scholl-Realschule in Emsdetten sieben Wochen nach dem Amoklauf eines ehemaligen Schülers den Schulbetrieb wieder aufgenommen hat “, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). „Das umsichtige Handeln von Schulleitung, Schulaufsicht und Polizei hat dabei noch schlimmere Auswirkungen verhindert. Dies verdient hohe Anerkennung. Trotzdem muss Emsdetten eine Mahnung bleiben, die flächendeckende Konsequenzen erfordert.“
09.01.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWSchulen müssen in Netzwerke eingebunden werden, die ihnen ein schnelles und effektives Eingreifen ermöglichen, wenn dort Kinder oder Jugendliche mit einem Gefährdungspotenzial für Gewalttaten auffallen. Sie müssen sich an entsprechende Stellen mit der Gewissheit wenden können, dass sofort präventiv eingegriffen wird.
„Es darf nicht so sein, dass die eine Stelle das Problem an die andere weitergibt und so die Verantwortung hin und her geschoben wird, ohne dass etwas geschieht“, so Beckmann weiter. „Diese Verantwortungsdiffusion muss klaren Strukturen weichen, in denen Verantwortung nicht mehr hin und her geschoben werden kann.“
Die Ankündigung von Schulministerin Barbara Sommer mehr Sozialarbeiter und Schulpsychologen einzustellen, wertet der VBE als positives Signal.
„Genauso wichtig ist aber die Vernetzung der Arbeit unterschiedlicher Stellen wie z.B. Schulen, Jugendhilfe und Polizei“, so Beckmann weiter. „Nur mit einer Art Frühwarnsystem können Probleme erkannt und angegangen werden, bevor ein Jugendlicher eine Gewalttat begeht.“
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