Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule in Thüringen"

Kurz nach Ende der Bewerbungsfrist haben sich mehr als 50 Schulen aus allen Schularten für das Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule" angemeldet. Bis nächste Woche eingehende Bewerbungen werden noch berücksichtigt. Ziel ist die Verbesserung der Unterrichtsqualität.

06.05.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Für die Pilotphase, die im Juni startet, werden 20 Schulen ausgewählt. Diese erarbei-ten sogenannte Zielvereinbarungen mit den zuständigen Schulämtern, die Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität beschreiben. Bei der Erarbeitung dieser Zielvereinbarungen werden die schulen von Expertenteams unterstützt. 10 Expertenteams bestehend aus Schulleitern und Mitarbeitern der Schulämter bereiten sich gegenwärtig auf ihren Einsatz vor, der pro Schule ungefähr eine Woche dauern wird. Die Umsetzung der Zielvereinbarungen beginnt mit dem Schuljahr 2005/2006.

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) hatte in einem Brief alle Schulen im Freistaat aufgefordert, sich dem Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule in Thüringen" zu stellen und damit zur Verbesserung der Unterrichtsqualität beizutragen. "Dieses Vorhaben ist eines der wichtigsten Vorhaben in dieser Legislaturperiode", so Minister Goebel. "Das Entwicklungsvorhaben fordert die Schulen auf, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, ihre Situation kritisch zu analysieren, auf der Basis ihres Schulleitbildes eigene Entwicklungsschwerpunkte zu formulieren und diese selbstständig umzusetzen. Wir lassen unsere Schulen los, aber wir lassen sie nicht allein. Wir setzen in Thüringen ganz bewusst auf Eigeninitiative, auf Freiwilligkeit, auf Unterstützung und Begleitung.

Leitziel und Methode der Thüringer Schulpolitik sei es, so Minister Goebel weiter, heute und morgen Schulen den Rahmen zu geben, sich eigenverantwortlich entwickeln zu können. Dabei gelte es, Qualitätsentwicklung, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle als Maßstab für diese Entwicklung bewusst zu machen und diese auch in öffentlicher Rechenschaftslegung zu dokumentieren. Die Idee der eigenverantwortlichen Schule erschöpfe sich keineswegs darin, Kompetenzen umzuverteilen und neu zu bündeln und den Schulen neue, vorgegebene Handlungsoptionen zu eröffnen. Es gehe vielmehr darum, die bereits vorhandenen Freiräume auch tatsächlich zu nutzen und ggf. zu erweitern, die vorhandenen und weiter dazu kommenden Spielräume im Spannungsfeld von Freiheit, Verantwortung und öffentlicher Rechenschaft als Chance zur Eigenprofilierung zu nutzen. Alles mit dem Ziel, unsere Kinder und Jugendlichen optimal zu fordern und zu fördern, so Minister Goebel abschließend.


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