Erfolgreiche Bildungsoffensive: Durchschnittlich 19 Erstklässler in der Grundschule und 22 Prozent mehr Vorschulkinder in Stadtteilen mit Problemlagen

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat heute die Hamburger Anmeldezahlen für Vor- und Grundschule im Schuljahr 2007/2008 vorgestellt. "Wir haben uns im Senatsprogramm ´Lebenswerte Stadt´ vorgenommen, die Grundschul-Klassen in allen Stadtteilen mit Problemlagen ganz besonders zu verkleinern: Dieses Ziel haben wir voll erreicht: Im Durchschnitt werden 19 Erstklässler in den Eingangs-Klassen derjenigen Grundschulen lernen, die nach der KESS-Studie (Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern) den Sozialindex eins oder zwei erreicht haben. Das ist ein erster großen Erfolg in unserer Bildungsoffensive für Stadtteile mit Problemlagen. In jeder dritten Hamburger Grundschule werden die Kinder so jetzt eine intensivere Förderung erfahren können und auch in allen anderen Eingangsklassen sinkt die Klassengröße deutlich."

29.03.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Im Einzelnen werden

  • in den KESS 1- und 2-Schulen für 3990 Schüler 206 erste Klassen eingerichtet mit durchschnittlich 19 Schülern pro Regelklasse. Das sind durchschnittlich acht Schüler weniger als im vergangenen Jahr.
  • in den KESS 3-6-Schulen für 8875 Schüler 355 Klassen eingerichtet. Die durchschnittliche Schülerzahl in Regelklassen beträgt 25 Schüler, zwei weniger, als im vergangenen Jahr.
  • Die durchschnittliche Schülerzahl pro erste Klasse über alle Schulen hinweg beträgt knapp 23 (2006: knapp 27)
  • Die kleinste Klasse liegt in den KESS 1-2-Schulen bei 16 Schülern, die größte bei 23. In den KESS 3–6-Schulen beträgt die niedrigste Schülerzahl in einer Klasse 19, die höchste 32.
  • 12510 Erstwünsche konnten erfüllt werden. Nur 356 Schülerinnen und Schüler mussten auf Zweit- und Drittwünsche oder wohnortnahe Schulen verwiesen werden.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Das entspricht einer Erfüllungsquote der Eltern-Erstwünsche von 97,2 %, im letzten Jahr haben wir schon 96,8% geschafft. Die Befürchtung, dass durch die Frequenzsenkung die Zahl der erfüllten Erstwünsche sinken würde, hat sich also nicht bestätigt – im Gegenteil."

Auch bei den Vorschulklassen ist die Bildungsoffensive des Senats für Stadteile in Problemlagen erfolgreich:

  • Zum kommenden Schuljahr sind 6353 Kinder in der Vorschule angemeldet worden. Das sind über 1000 mehr als im vergangenen Jahr und über 200 mehr als im Schuljahr 04/05, dem letzten vor Einführung der Vorschul-Gebühren.
  • Davon wurden 2141 Kinder in Stadtteilen mit Problemlagen an Schulen mit Sozialindex KESS 1 und 2 angemeldet, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 22 % ausmacht.
  • 4212 Kinder werden voraussichtlich Vorschulklassen an den übrigen Schulen (Sozialindex KESS 3 bis 6) besuchen, was einer Steigerungsrate von rund 18 % entspricht.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Diese Vorschul-Anmeldezahlen sind sehr ermutigend: Insbesondere Eltern aus Stadteilen mit sozialen Problemlagen wollen die frühere Eingewöhnung ihrer Kinder in die Schule mit intensiver Förderung in deutscher Sprache und allgemeiner Entwicklung. So können wir gerade diese Kinder besser an die Regeln des Schulalltags gewöhnen. Damit sind die besten Voraussetzungen dafür gegeben, dass Defizite in Sprachkompetenz und allgemeiner Entwicklung vor dem ersten Schultag ausgeglichen werden können."


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