Erhalt aller Lehrerstellen bis 2012

Bei der Landesdelegiertenkonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissen¬schaft in Bad Zwischenahn erklärten die bildungspolitischen Sprecher von CDU und FDP Karl-Heinz Klare und Hans-Werner Schwarz, die Koalition beabsichtige für den Fall ihrer Wiederwahl, in der Legislaturperiode bis 2012 alle Lehrerstellen wieder zu besetzen. Die Festlegungen der mittelfristigen Finanzplanung, die am 8. September 2007 verkün¬det wurden, würden in diesem Punkt nicht realisiert.

10.10.2007 Niedersachsen Pressemeldung GEW Niedersachsen

Die Vertreter der Oppositionsparteien Wolfgang Wulf (SPD), Dorothea Steiner (Grüne) und Maren Kaminiski (Linke) unterstützten auch die GEW-Forderung, 2.000 zusätzliche Stellen zu schaffen. Die GEW wird ihre Forderungen in einem Schreiben allen Beschäf¬tigten der Niedersächsischen Schulen zustellen. "Ohne eine deutliche Verbesserung der personellen Ausstattung kann die Überlastung der Lehrerinnen und Lehrer nicht abgebaut werden, können die zu großen Klas¬senfrequenzen nicht gesenkt werden. Unsere Kollegen achten darauf, dass die Regierung keine leeren Wahlversprechen macht." stellte der Landesvorsitzende Eberhard Brandt klar, der am Vortag in seinem Amt bestätigt wurde.

Bei der bildungspolitischen Diskussion mit den Abgeordneten über die Aufhebung des Gesamtschulverbots wurde deutlich, dass die Regierungskoalition beabsich¬tigt, sich darum zu drücken, ein Recht der Eltern und Kinder auf einen Gesamt¬schulplatz umzu¬setzen und den Kommunen zu ermöglichen ihr Bildungsangebot durch neue Gesamt¬schulen zu verbessern. Klare und Schwarz wollen im Gegen¬satz zu den Oppositions¬parteien Gesamtschulen nur im Ausnahmefall zulassen. "Mit solcher Trickserei werden sich die Eltern und Schulträger nicht abspeisen lassen." kommentierte GEW-Chef Brandt.

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