Sachsen

Erster Zyklus der Schulevaluation abgeschlossen

Mit Abschluss des Schuljahres 2013/2014 wurden 1339 öffentliche sächsische Schulen erstmals evaluiert. In den letzten sieben Jahren erhielten somit 738 Grundschulen, 131 Förderschulen, 274 Oberschulen, 118 Gymnasien und 78 Berufsbildende Schulen Rückmeldung über die Ergebnisse und Prozesse ihrer schulischen Arbeit.

14.05.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Evaluatorinnen und Evaluatoren beobachteten in den Schuljahren 2007/08 bis 2013/14 ca. 25.400 Unterrichtsstunden und werteten 184.000 Fragebogen aus. Alle Schulbesuche wurden planmäßig durchgeführt. Dr. Dorit Stenke, Direktorin des Sächsischen Bildungsinstituts (SBI), äußerte sich sehr zufrieden über den Ablauf des ersten Zyklus der externen Evaluation. "Durchschnittlich 200 Schulbesuche haben die Evaluationsteams jedes Jahr geplant und durchgeführt. Dabei erstellten sie für jede einzelne Schule einen individuellen Schulbericht und präsentierten die Ergebnisse der externen Evaluation vor Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern. Das ist eine großartige Leistung, die ohne das Engagement aller an der Evaluation Beteiligten nicht möglich gewesen wäre."

Dem ersten Zyklus vorangegangen waren zwei Jahre, in denen das vom Aufbaustab der Sächsischen Evaluationsagentur entwickelte Verfahren der externen Evaluation erprobt wurde. Das Regelverfahren wurde ab dem Schuljahr 2007/08 dann vom SBI durchgeführt. Nahezu alle öffentlichen Schulen in Sachsen erhielten mit dem Schulbericht Aussagen zur Qualität ihrer Arbeit.

Das SBI arbeitet bei der Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität eng mit der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) zusammen. So nehmen Dr. Dorit Stenke und Anja Stephan, Leiterin der Regionalstelle Dresden der SBA, am Donnerstag, den 15. Mai gemeinsam am Schulbesuch der 82. Grundschule Dresden teil. Die SBA sieht in der externen Evaluation einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Schule. "Die Ergebnisse der externen Evaluation geben den Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, die Prozesse an ihren Schulen zu reflektieren und daraus Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung abzuleiten. Dadurch werden das eigenverantwortliche Handeln der Schulleitungen und der schulischen Steuergruppen gestärkt", so die Leiterin der Regionalstelle Dresden.

Die 82. Grundschule ist eine der letzten Schulen, die im ersten Zyklus evaluiert werden und im Juni ihren Schulbericht erhalten. Parallel dazu läuft die Erprobung des Verfahrens für den zweiten Zyklus der externen Evaluation, der im Schuljahr 2014/2015 startet. Es steht bereits fest, dass es einige Änderungen geben wird. Ziel ist es, die hohe Qualität des Verfahrens angesichts der zurückgehenden Personalressourcen aufrecht zu erhalten. Veränderungen bestehen u. a. in der Kontaktaufnahme mit der Schule, in einem Interview mit der erweiterten Schulleitung zum Qualitätsmanagement und in einer anderen Form des Gesprächs mit Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Des Weiteren wurde in Zusammenarbeit mit der SBA die Berichtspräsentation überarbeitet. Auch den Wünschen der Schulleiterinnen und Schulleiter, die Kontinuität des Verfahrens zu gewährleisten, wird entsprochen. Die Kriterienbeschreibung "Schulische Qualität im Freistaat Sachsen" bleibt die Grundlage für den zweiten Zyklus des Verfahrens der externen Evaluation.

Weitere Informationen zum derzeitigen Verfahren der externen Evaluation
Kriterienbeschreibung "Schulische Qualität im Freistaat Sachsen"


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