Baden-Württemberg

Erstmals weniger als 100 000 hauptberufliche Lehrkräfte im Südwesten

Nach Auswertung der amtlichen Schulstatistik durch das Statistische Landesamt waren im Schuljahr 2012/13 an öffentlichen Schulen insgesamt 118 200 Lehrkräfte −1,9 Prozent) beschäftigt. Davon unterrichteten an allgemeinbildenden Schulen gut 96 500 Lehrkräfte (−2,1 Prozent). Mit 21 700 (−0,8 Prozent) blieb die Zahl der Lehrkräfte an beruflichen Schulen leicht unter Vorjahresniveau.

23.08.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Zur näheren Betrachtung der Lehrerschaft wird in hauptberufliche und sonstige Lehrkräfte unterschieden. Hauptberufliche Lehrkräfte sind mit voller oder mindestens halber Regelpflichtstundenzahl tätig. Als sonstige Lehrkräfte bezeichnet man unterhälftig beschäftigte und kirchliche Lehrkräfte sowie Lehreranwärter. Während in diesem Jahr die Zahl der hauptberuflichen Lehrkräfte um 2,6 Prozent auf 99 900 Lehrkräfte sank, stieg die Zahl der sonstigen Lehrkräfte um 2 Prozent auf 18 300 Lehrkräfte an.

An allen Schularten außer an der neu gegründeten Gemeinschaftsschule war im Schul-jahr 2012/13 weniger hauptberufliches Personal tätig. So sank die Zahl der hauptberuflichen Lehrkräfte an Grund- und Werkreal-/Hauptschulen zum Vorjahr um rund 1 700 (−4,8 Prozent). Allgemeinbildende Gymnasien beschäftigten über 1 000 hauptberufliche Lehrkräfte (−4,5 Prozent) weniger als im Vorjahr, in dem noch die Unterrichtsversorgung für den Doppeljahrgang sichergestellt werden musste. Sowohl Sonderschulen, Realschulen als auch berufliche Schulen blieben bezüglich der Anzahl der hauptberuflichen Lehrkräfte auf Vorjahresniveau. An Gemeinschaftsschulen konnten 560 hauptberufliche Lehrkräfte in ihrem neuen Umfeld wirken.

Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man einen Blick auf die sonstigen Lehrkräfte wirft: je nach betrachteter Schulart ist hier bereits über Jahre hinweg eine unterschiedliche Entwicklung erkennbar. So nahm seit 2004 die Zahl der sonstigen Lehrkräfte an Realschulen von 1 400 auf 2 400 Lehrkräfte (+68 Prozent) und an Gymnasien von 2 500 auf 4 300 (+69 Prozent) zu. An Grund- und Werkreal-/Hauptschulen sowie beruflichen Schulen wurden im Laufe der vergangenen neun Jahre über 17 Prozent (1 100 bzw. 380) sonstige Lehrer und Lehrerinnen hinzugewonnen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich an allgemeinbildenden Gymnasien ein Wandel: hier verringerte sich zum ersten Mal seit 2004 die Zahl der sonstigen Lehrkräfte um 2,5 Prozent. Auch hier dürfte das Ausscheiden des Doppeljahrgangs ursächlich für den Rückgang an beschäftigten gymnasialen Lehrkräften sein. Für alle anderen Schularten ergibt sich weiterhin ein Plus an sonstigen Lehrkräften.


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