"Es lohnt sich in die Weiterentwicklung der bayerischen Hauptschulen zu investieren"
Das Bayerische Kultusministerium hält am gegliederten Schulsystem fest. Dieses fördert die Schüler mit ihren unterschiedlichen Begabungen in einem Flächenstaat bestmöglich. Das heute vorgestellte Gutachten des "Aktionsrats Bildung" geht sehr stark von einer pauschalisierten Gesamtbetrachtung der Bildungslandschaft in Deutschland aus. Dennoch liefert es Impulse zu Veränderungen der Schullandschaft in Deutschland, die in Bayern bereits auf dem Wege der Umsetzung sind.
08.03.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus- Das Gutachten des "Aktionsrats Bildung" geht unter dem Vorsitz von Prof. Lenzen von der FU Berlin stark von Erfahrungen in allen deutschen Ländern, darunter auch den Stadtstaaten und kleinen Ländern, aus und stellt die bayerische Bildungslandschaft nicht in den Mittelpunkt der Analyse.
- Das gegliederte Schulsystem in Bayern konnte sich in internationalen Vergleichsstudien wie PISA, IGLU und TIMMS in der Spitzengruppe positionieren. Mit den Säulen der Haupt-, Real- und Wirtschaftsschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen ermöglicht Bayern eine optimale Förderung der Schüler mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten. "An bayerischen Hauptschulen erbringen die Schüler Leistungen, die im Bundesvergleich Spitze sind. Es lohnt sich in die Weiterentwicklung der Hauptschule zu einer stark berufsorientierenden Schule zu investieren", so Kultusminister Siegfried Schneider.
- In Bayern ist die Bildung als staatliche Aufgabe in der Verfassung festgelegt. Allein der Staat ist in der Lage, in einem Flächenstaat gleiche Bildungschancen für alle Schüler zu realisieren. Aktuelle Erfahrungen in den Niederlanden mit einer weitreichenden Privatisierung der Schulen ermutigen nicht zu einer kompletten Aufgabe staatlicher Verantwortung.
- In Bayern ergänzen knapp 1200 Schulen in privater Trägerschaft, darunter zahlreiche kirchliche Schulen, die rund 4400 staatlichen und kommunalen Schulen.
- Die Lehrkräfte in Bayern leisten engagierte Arbeit. Bayern sichert durch das Staatsexamen und eine obligatorische Lehrerfortbildung die Qualität und Leistungsfähigkeit der Pädagogen.
- In Bayern wird die Verantwortung und Eigenständigkeit der einzelnen Schulen ausgebaut. In einer breiten Versuchsreihe schaffen MODUS 21, MODUS F und PROFIL 21 die Voraussetzungen dafür.
- In seiner intensiven Arbeit zum Ausbau der Ganztagsschule sieht sich Bayern durch das Gutachten bestätigt. Vor allem sollen Hauptschulen zu rhythmisierten Ganztagsschulen ausgebaut werden. Gegenwärtig bestehen 90 rhythmisierte und rund 700 offene Ganztagsschulen im Freistaat.
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