Exzellenzinitiative: Norddeutschland stark unterrepräsentiert
Hamburg ist in der ersten Runde der Exzellenzinitiative leer ausgegangen: Die beiden Anträge der Universität Hamburg auf Förderung von Forschungs-Clustern, die es in die zweite Phase des Wettbewerbs geschafft hatten, gehörten nicht zu den Siegern. Insgesamt sind die norddeutschen Universitäten bei der Exzellenzinitiative deutlich unterrepräsentiert.
13.10.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgWissenschaftssenator Jörg Dräger: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass Hamburg bei der ersten Runde der Exzellenzinitiative leer ausgegangen ist, gerade da die Beurteilungen der Gutachterkommissionen so positiv waren. Im Ergebnis hätte ich mir offen gesagt mehr erhofft. Ich denke aber, dass allein der Wettbewerb bei den Hochschulen bereits viel bewirkt und eine neue Dynamik eingebracht hat. Die Hochschulen mussten sich auf ihre Stärken konzentrieren und bewusst Schwerpunkte setzen; dabei haben sie spannende Forschungs-vorhaben entwickelt. Die Universität und die Technische Universität Hamburg-Harburg haben jetzt gerade ihre Anträge für die zweite Förderungsrunde im nächsten Jahr eingereicht. Ich hoffe und drücke die Daumen, dass Hamburg und der Norden in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative mehr Erfolg hat. Ich möchte die Hochschulen ausdrücklich ermutigen, auf diesem Weg der Profilierung und Schwerpunktsetzung weiterzugehen – z.B. mit Anträgen für Sonderforschungsbereiche.“
Erste Berechnungen zeigen: Die fünf norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erhielten zusammen nur 11 Prozent der in dieser Runde vergebenen Fördermittel, die fünf neuen Länder und Berlin zusammen nur 3 Prozent. Senator Dräger: „Ich bedauere, dass der Norden und Osten in der Exzellenzinitiative so stark unterrepräsentiert sind.“
Unabhängig vom Ergebnis der Begutachtungen wurde von allen 16 Ländern und dem Bund kritisiert, dass das vereinbarte Entscheidungsverfahren nicht eingehalten wurde. Senator Dräger: „Die Politik trägt die Entscheidungen in der ersten Runde und damit das Ergebnis mit. Es ist aber sehr deutlich geworden, dass in der zweiten Runde das Verfahren transpa-renter und nachvollziehbarer gestaltet werden muss.“ Für die zweite Runde der Exzellenzinitiative hat die Universität Hamburg im September drei Anträge für Exzellenz-Cluster, vier Anträge für Graduiertenschulen sowie einen Antrag für ein Zukunftskonzept („Eliteuni“) eingereicht. Die Technische Universität Hamburg-Harburg hat einen Antrag für ein Exzellenz-Cluster gestellt.
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