Fast 3.000 Lehrer im Ausstand

Fast 3.000 angestellte Lehrkräfte folgten heute, Donnerstag, 5. Februar, dem Streikaufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in NRW. Sie legten ihre Arbeit nieder und versammelten sich in neun Städten - Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln und Wuppertal - zu Streikkundgebungen mit Demonstrationen und symbolischen Aktionen, wie Schulbesuchen und öffentlichem Unterricht. An vielen Orten bekundeten Beamte ihre Solidarität mit den streikenden Angestellten, auch Beschäftigte der Hochschulen in NRW beteiligten sich an den Warnstreiks. An den Schulen kam es wie in der Woche zuvor zu zahlreichem Unterrichtsausfall.

05.02.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

An den Streikkundgebungen der GEW beteiligten sich auch Delegationen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes Ver.di und GdP, und des DGB. Örtliche Repräsentanten des DGB und von Ver.di hielten Reden vor den streikenden Lehrern.

"Wir lassen nicht locker bis die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch gelegt haben", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber, beeindruckt von der großen Resonanz. Er forderte Angestellte und Beamte auf, am 10. Februar auf der Demonstration "Mit acht Prozent aus der Krise" in Düsseldorf gemeinsam ein machtvolles Zeichen zu setzen.

An vielen Streikstandorten kam es heute zu spektakulären Aktionen. In Köln wurde von mehreren Schulklassen eine öffentliche Unterrichtsstunde durchgeführt. In Dortmund und Gelsenkirchen besuchten die Streikenden Schulen und forderten die verbeamteten Lehrer zur Solidarität auf. "Beamte stoppt den Unterricht - Solidarität!" hieß es auf Transparenten oder "Gute Schule - Gute Lehrer - Gutes Geld!"


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden