Floating-Verhandlungsrunde ohne konkrete Ergebnisse vertagt

Die heutige Verhandlungsrunde zur Nachbesserung des Floating- Modells brachte keine konkreten Ergebnisse. Die Landesregierung hatte in der vergangenen Woche erstmals ein Angebot vorgelegt. Die GEW Thüringen hatte dieses Angebot im Vorfeld der Gespräche bereits als nicht ausreichend abgelehnt. Rund 400 Lehrerinnen und Lehrer, die sich trotz Sanktionsandrohungen zu Verhandlungsbeginn vor dem Kultusministerium versammelt hatten, teilten die Haltung der GEW und machten ihrem Ärger über die Behandlung durch die Landesregierung Luft.

18.11.2008 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

Die Verhandlungen fanden zwar in einer konstruktiven Atmosphäre statt, die Vertreter Landesregierung waren aber nicht in der Lage oder nicht bereit, konkrete Verbesserungen zum vorliegenden Angebot vorzulegen. "Die GEW fordert eine zeitnahe, für alle Floating-Beschäftigten spürbare Verbesserung ihrer Situation. Davon ist das unterbreitete Angebot weit entfernt." Sagte der GEW Landesvorsitzende Jürgen Röhreich nach den Verhandlungen. Die GEW fordert außerdem, dass die noch zu verhandelnden Angebote auch für die rund 1500 Kolleginnen und Kollegen gelten müssen, die nach 1997 zu Floating-Bedingungen eingestellt worden sind. Diese sollen laut Landesregierung ausgeschlossen bleiben.

"Die GEW erwartet für die nächste Verhandlungsrunde am 12.12.08 ein verbessertes Angebot mit tatsächlich wahrnehmbaren, zeitnahen Verbesserungen und endlich ein Bekenntnis der Landesregierung zu den Floating-Beschäftigten. Gute Pisa Ergebnisse sind in erster Linie der Erfolg motivierter und engagierter Pädagogen, deren Arbeit endlich von der Landesregierung auch bei den Floating-Verhandlungen honoriert werden sollte", so Röhreich mit Blick auf das ausgiebigen Selbstlob der Landesregierung zum Thüringer Abschneiden bei der Pisa-Studie.

Ansprechpartner

GEW Thüringen

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