Gemeinsam gegen Anzeichen von Gewalt

Schulministerin Barbara Sommer und Innenminister Dr. Ingo Wolf haben die Zusammenarbeit zwischen den rund 6800 Schulen in NRW und der Polizei nochmals verbessert und ausgebaut. In den vergangenen drei Monaten ist die Polizei auf die Schulen im Lande zugegangen und hat ihre Hilfsangebote dargestellt. Die Schulen ihrerseits haben ihre Bereitschaft zur Kooperation unterstrichen.

11.04.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Jede Schule hat jetzt einen persönlich bekannten Ansprechpartner bei der Polizei, der den Schulen mit Rat und Tat zur Seite steht", sagte die Schulministerin. "Alle Schulen wurden sensibilisiert, wie wichtig es ist, hinzusehen und schon bei ersten Anzeichen von Gewalt die Polizei anzurufen", unterstrich Ministerin Sommer. "Mit zahlreichen Initiativen und Projekten zur Gewaltprävention und zu Verhaltensempfehlungen berät und unterstützt die Polizei die Schulen", erklärte Innenminister Wolf.

Wie wichtig das Frühwarnsystem gegen Gewalt ist, zeigt die Zahl der von den Schulen an die Polizei gemeldeten Verdachtsfälle nach dem Amoklauf in Emsdetten im November 2006. "Auffälligen Kindern konnte beispielsweise mit sozialpädagogischer und psychologischer Betreuung geholfen werden, ihre Aggressionen abzubauen.", betonte die Schulministerin. Wer erste Anzeichen wahrnehme, dürfe sich nicht scheuen, die Polizei zu verständigen. Das diene dem Schutz aller – einschließlich des Täters vor sich selbst. "Mobbing und Gewalt bereits im Vorfeld entgegen zu treten, kann dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu schwereren Taten kommt", unterstrich der Innenminister.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern, Kindern, Jugendamt, Jugendhilfe und Polizei sowie weiteren Partnern konnte flächendeckend in NRW ausgebaut werden. "Nur wenn wir eine Kultur des Hinsehens schaffen, können wir professionelle Hilfe vermitteln", sagte der Innenminister. Ministerin Sommer weist noch einmal auf bestehende Programme zur Gewaltprävention und den Internetauftritt www.learn-line.de hin, in denen Schulen konkrete Unterstützung für den Alltag erhalten. Weitergehende Informationen zur allgemeinen Gewalt-Prävention sind unter www.polizei-beratung.de eingestellt.


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