Gemeinsames Abitur wird weiterentwickelt
Das gemeinsame Abitur mit Berlin wird im Jahr 2013 wie geplant stattfinden. Das hat Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch heute in Potsdam bekräftigt.
10.01.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg"Wir streben an, im Jahr 2014 das gemeinsame Abitur vor dem Hintergrund der veränderten Strukturen in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg weiterzuentwickeln und starke länderspezifische Anteile zu verankern, so Münch. "Damit nehmen wir Rücksicht auf die Sorgen von brandenburgischen Schülerinnen und Schülern, die befürchten, dass identische Abituraufgaben mit Berlin wegen der unterschiedlichen Kursstrukturen zu einer Benachteiligung führen. Ich möchte, dass unsere Abiturienten in den kommenden Jahren mit einem guten Gefühl ihre Abiturprüfungen absolvieren können.
Parallel dazu wird geprüft, wie ein gemeinsames Abitur vor dem Hintergrund der bereits verabschiedeten und künftig weiter zu entwickelnden bundesweiten Abiturstandards durch die Kultus- und Bildungsminister künftig aussehen kann, so Ministerin Münch. Ab 2017 soll es einen mit den Ländern abgestimmten Pool mit Abituraufgaben geben, aus dem sich die Länder bedienen können. Es gibt eine Gruppe von Ländern, die bereits im kommenden Jahr gemeinsam entwickelte Aufgaben im schriftlichen Abitur einsetzen wird. "Wir prüfen, ob es sinnvoll sein könnte, dass Brandenburg sich dieser Gruppe mit Blick auf das Abitur 2015 an-schließt.
Bildungsministerin Münch bekräftigt, dass die gute Zusammenarbeit mit Berlin im Bildungsbereich auf jeden Fall fortgesetzt werden soll. "Zu den Veränderungen beim gemeinsamen Abitur sind in gemeinsamen Gesprächen mit Berlin und die gemeinsamen 10. Klasse-Prüfungen werden unverändert fortgeführt, macht Münch deutlich. "Berlin und Brandenburg waren die Vorreiter bei der Entwicklung eines gemeinsamen Abiturs dass mittlerweile bundesweit gemeinsame Abiturstandards vorliegen und ein gemeinsamer Aufgabenpool angestrebt wird, ist auch ein Verdienst der beiden Länder.
Hintergrund:
Seit dem Schuljahr 2011/12 gilt im Land Brandenburg eine neue Struktur der gymnasialen Oberstufe an den Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien, seit dem Schuljahr 2012/13 auch an den Gymnasien. Dazu wurden die Rahmenlehrpläne in insgesamt 16 Fächern überarbeitet. Die neue Struktur der gymnasialen Oberstufe mit fünf vierstündigen Fächern auf erhöhtem Anforderungsniveau statt wie zuvor zwei fünfstündigen Leistungskursen soll die brandenburgischen Schülerinnen und Schüler besser auf die gestiegenen Anforderungen in Studium und Beruf vorbereiten. Gleichzeitig wird damit auch die Organisation der gymnasialen Oberstufe vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der stark gesunkenen Schülerzahl erleichtert. Im Frühjahr 2014 werden die ersten Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfung auf der Grundlage der neuen Verordnung ablegen. Das Land Berlin hält an der Struktur seiner gymnasialen Oberstufe mit Leistungs- und Grundkursen fest. Im Jahr 2010 wurden erstmals gemeinsame Abiturprüfungen in Berlin und Brandenburg in vier Fächern geschrieben.
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