Geologie ist stark in der Hansestadt

Die Hamburger Landessieger von Jugend forscht stehen fest. Fünf vielversprechende Nachwuchswissenschaftler wurden heute Nachmittag in einer Feierstunde mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Sie vertreten die Hansestadt beim 41. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das Ende Mai in Freiburg stattfindet. Die vier prämierten Arbeiten konnten sich gegen große Konkurrenz durchsetzen. Insgesamt waren 129 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 62 Forschungsprojekten zum Landeswettbewerb angetreten.

28.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Gleich zwei Siegerarbeiten gab es im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften: Die 18-jährige Ulrike Mohr vom Gymnasium Heidberg analysierte das geologische Profil einer Baugrube in Hamburg-Niendorf. In ihren umfangreichen Untersuchungen konnte die junge Forscherin nachweisen, dass dieses Gebiet der Hansestadt in der späten Saalekaltzeit von einem Gletscher überzogen war und dadurch verformt wurde. Der ersten Platz errangen auch Janina Bentien (18) und Sandra Schaper (19), ebenfalls vom Gymnasium Heidberg, mit ihrer Arbeit "Wie krank ist die innere Deutsche Bucht?". Sie untersuchten sowohl Wasser- als auch Sedimentproben und konnten so den aktuellen Zustand der als toxisch belastet geltenden Region bestimmen. Alle drei Schülerinnen dürfen ihre Projekte nun auch auf dem Bundeswettbewerb vorstellen.

Sieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Hendrik Müller vom Gymnasium Othmarschen. Der 16-Jährige entwickelte ein neuartiges Verfahren, um chirurgisches Besteck bei einem nur sehr geringem Energieaufwand zu sterilisieren. Anstelle von Erhitzung funktioniert die Entkeimung mittels Ozon und UV-Betrahlung, weshalb sich die Methode des Jungforschers insbesondere für den Einsatz in Entwicklungsländern eignet.

Mit Windenergie befasste sich der 18-jährige Alexander Grimm. Der Schüler des Heilwig-Gymnasiums hatte sich vorgenommen, den Wirkungsgrad moderner Windkraftanlagen zu verbessern. Zu diesem Zweck analysierte der junge Forscher unter anderem lokale Thermiken, um anschließend einen idealen Windpark konstruieren zu können. Sein Fazit: Die ideale Anlage hat die Form eines Tortenstücks. Die Jury im Fachgebiet Technik belohnte diese Arbeit mit dem ersten Preis.

Das Finale der 41. Wettbewerbsrunde findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt. Der Bundeswettbewerb wird gemeinsam veranstaltet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.

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