GEW Bayern zu den Kooperationsschulen

"Alles, was längeres gemeinsames Lernen ermöglicht, ist ein Schritt in die richtige Richtung", so die Vorsitzende der GEW Bayern, Gele Neubäcker. "Allerdings muss es dabei um weit mehr Gemeinsamkeit gehen, als um schulartübergreifende Arbeitsgemeinschaften, Sportunterricht oder eben ein paar gemeinsame Kurse und Förderstunden. Auch ist es für uns nicht nachvollziehbar, warum die Schule am Wohnort nur für die Kinder erhalten bleiben soll, die für den Haupt- oder Realschulabschluss vorgesehen sind, nicht aber auch für die, die eine Empfehlung fürs Gymnasium haben, und für die Kinder, die täglich oft weite Wege in eine Förderschule gefahren werden."

10.03.2009 Pressemeldung GEW Bayern

Nach den derzeitigen Planungen befürchtet die GEW Bayern im Ergebnis einen weiteren mittleren Schulabschluss, der in seiner Wertigkeit zwischen dem "richtigen" Realschulabschluss und dem mittleren Abschluss an der Hauptschule stehen wird. Damit ist niemandem gedient. Neubäcker: "Was wir brauchen ist eine echte Reform, an deren Ende alle Kinder und Jugendlichen bis zum Ende der Pflichtschulzeit in EINER SCHULE FÜR ALLE lernen und individuell gefördert werden." Positive Beispiele gibt es genügend.

Erfreulich an der aktuellen Entwicklung ist dennoch, dass es erste Bewegungen in der Schulstruktur gibt. Selbst der Kultusminister scheint nicht mehr davon überzeugt, dass die gemeinsame Schulzeit nur vier Jahre dauern darf. Erfreulich ist für die GEW vor allem, dass eine öffentliche Diskussion in Gang gekommen ist und die Stimmen für eine längere gemeinsame Schulzeit (statt kosmetischen Veränderungen am Auslesesystem) immer lauter und immer mehr werden.

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GEW Bayern

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