GEW begrüßt 3.700 neue Referendare im Vorbereitungsdienst

Am morgigen Mittwoch (2. September) werden über 3.700 Referendarinnen und Referendare an den 35 Studienseminaren in NRW ihre zweijährige Ausbildung beginnen. Die Lage ist paradox: Nie zuvor wurden so viele Junglehrer in NRW ausgebildet, die Studienseminare platzen aus allen Nähten, die Seminarverwaltungen sind mit dem derzeitigen Drang auf die Ausbildungsplätze überfordert. Gleichzeitig wächst der Lehrermangel in NRW. Über 2.000 Stellen sind an den Schulen nicht besetzt. Deshalb fordert die GEW von der Landesregierung bessere Rahmenbedingungen für die qualifizierte Ausbildung des Lehrernachwuchses und eine Streichung des sog. bedarfsdeckenden Unterrichts.

01.09.2009 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Ausbildungsqualität geht vor Bedarfsdeckung", fordert Andreas Meyer-Lauber, Landesvorsitzender der GEW. Die jungen Referendare sollen, so der GEW-Chef, gründlich auf die Anforderungen im Lehrerberuf vorbereitet werden und dabei selbstständig die Planung und Durchführung von Unterricht ausprobieren können. Meyer-Lauber: "Dafür brauchen die Seminare mehr Fachleiter und Verwaltungspersonal." Gerade dies sei in den letzten Jahren bei der Neuorganisation der Studienseminare drastisch reduziert worden.

Im zweiten und dritten Ausbildungshalbjahr leisten Referendare durchschnittlich neun Wochenstunden selbstständigen Unterricht, der auf das Stundensoll der Schule stellenwirksam angerechnet wird. Referendare erwirtschaften auf diesem Weg ca. 2.300 Lehrerstellen zur Entlastung des Landeshaushaltes. Die GEW setzt sich seit Jahren dafür ein, auf diese Bedarfsdeckung zu verzichten, um die Ausbildungsqualität zu steigern.


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