GEW begrüßt breiten Parteienkonsens zur Inklusion in der Schule
Die GEW begrüßt den heute im Schulausschuss getroffenen politischen Konsens von SPD, Grüne und CDU zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der fraktionsübergreifende Antrag gebe die Zielrichtung einer inklusiven Pädagogik an den Schulen an, mit der Schülerinnen und Schüler nicht mehr aussortiert würden.
24.11.2010 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Wir finden es richtig, schulische Strukturen und didaktische Konzepte von vornherein auf die Unterschiedlichkeit der Kinder und auf individuelles Fördern und Fordern auszurichten," erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer zum Parteienkonsens im Schulausschuss des Landtages.
Die Bildungsgewerkschaft bedauert aber gleichzeitig, dass in dem Beschluss die als Pilotprojekte gestarteten Kompetenzzentren sonderpädagogischer Förderung keine Erwähnung finden. "Für die GEW steht außer Frage, dass die Kompetenzzentren, die nach dem Willen der alten Landesregierung Inklusion in NRW umsetzen sollten, sich zu Fachzentren für Beratung und Prävention entwickeln müssen", forderte Schäfer.
Schäfer wertet den Parteienkonsens als bildungspolitisch bedeutende Initialzündung, dem weitere Schritte folgen müssten. "Wir erwarten", so die GEW-Vorsitzende, "dass die Landesregierung dann die Ausarbeitung eines landesweiten Inklusionsplanes auf den Weg bringt und dazu einen unabhängigen Inklusionsbeirat einberuft, dem auch die GEW als größte Lehrerorganisation angehört."
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