GEW bekräftigt Hoffnung auf "echte" Inklusion
Anlässlich des dritten Inklusionskongresses des Bildungsministeriums erneuert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern ihre Aufforderung, den Begriff der Inklusion nicht zu verwässern.
03.05.2013 Pressemeldung GEW Mecklenburg-VorpommernAuch wenn sich der Bildungsminister durch seine Definition von einer echten Inklusion herab zur erweiterten Integration bereits auf dem 2. Inklusionskongress entfernt hat: " Wir erhoffen uns von einem sozialdemokratisch geführten Haus eine Inklusion, die den Namen auch verdient", sagt die Landesvorsitzende der GEW, Annett Lindner.
"Denn letztlich ist Inklusion vor allem eines: zutiefst demokratisch". Man verstehe darunter eben nicht die bloße erweiterte Integration: "Inklusion beschreibt das Zusammenleben und Lernen aller Menschen in allen Lebensbereichen und dafür müssen auch an den Schulen des Landes die Voraussetzungen geschaffen werden", bekräftigt Annett Lindner den Standpunkt der Bildungsgewerkschaft.
Dazu gehöre aus Gewerkschaftssicht die Aufnahme entsprechender Ausbildungsbestandteile angefangen in der frühkindlichen Bildung, die Schaffung räumlicher und sachlicher Rahmenbedingungen, sowie die Unterstützung eines positiven gesellschaftlichen Klimas. Was sich hinter dieser Zusammenfassung verbirgt, ist nicht mehr und nicht weniger als eine komplette Umstellung des jetzigen Bildungssystems: "Langfristig betrachtet, wird Inklusion uns hin zu individuellen Lernangeboten und Abschlüssen führen, die sich mit dem starren und veralteten deutschen Schulsystem nicht vereinbaren lassen", ergänzt Annett Lindner. Sie lobt den Dialog, in den Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hierzu eingetreten ist und an dem sich auch die GEW intensiv beteiligt. "Dies hätte schon weit vor der Einführung der Inklusion an den Grundschulen im Land im Schuljahr 2010/2011 passieren müssen", gleichwohl nehme sie wahr, dass nun auch verbesserte Bildungsangebote für die Kolleginnen und Kollegen im Land geschaffen würden.
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