GEW-Erfolg: Klassenmesszahl 25 in Orientierungsstufe der Realschule plus für alle!
"Das Bildungsministerium hat heute den Schulen per EPOS-Rundschreiben mitgeteilt, dass die Klassenmesszahlen in der Orientierungsstufe aller neuen Realschulen plus einheitlich 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse betragen wird. Es hat damit die von der GEW von Anfang an mit Nachdruck geforderte Gleichstellung in diesem Punkt Rechnung getragen!" berichtete Klaus-Peter Hammer, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rheinland-Pfalz
21.11.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-PfalzUrsprünglich habe das Ministerium geplant, nur den bis zum Jahr 2013 neu eingerichteten Realschulen Plus diese Klassenmesszahl zuzubilligen. Die bisherigen Regionalen Schulen, die alle zum Schuljahr 2009 in Realschulen Plus in integrativer Form übergeführt werden, sollten ausdrücklich davon ausgenommen bleiben.
"Gegen diese Benachteiligung hatte sich die GEW verwahrt und in Gesprächen mit dem Ministerium und den im Landtag vertretenen politischen Parteien die Gleichstellung aller Realschulen Plus gefordert. Es war weder logisch noch nachvollziehbar, warum ein Teil der Schulen eine höhere Klassenmesszahl erhalten sollte als andere, und zwar gerade diejenigen, die als Regionale Schulen bereits ähnlich wie die zukünftigen Realschulen plus gearbeitet hatten", sagte Hammer
"Es ist ein schöner Erfolg, wenn nun alle betroffenen Schulen gleichbehandelt werden und die Belastung der Kolleginnen und Kollegen im Hinblick auf die Klassengrößen nicht variiert und damit ungerecht bleibt! Ein weiterer Schritt wäre, zukünftig auch bei Gesamtschulen und Gymnasien die Klassenmesszahl zu reduzieren. Die GEW fordert darüber hinaus die Gleichstellung der Lehrerinnen und Lehrer in der Realschule plus, d. h. die gleiche Unterrichtsverpflichtung und die einheitliche Bezahlung nach A 13", teilte der GEW-Landesvorsitzende mit.
Bildungspolitisch halte die GEW die Realschule plus nicht für den großen Wurf. Dass die Schülerinnen und Schüler einer Realschule Plus, die in kooperativer Form geführt wird, nach der Orientierungsstufe in einen Hauptschul- und einen Realschulbildungsgang eingestuft werden, bringe die Entwicklung unseres Schulsystems nicht weiter. Unverständlich sei auch, dass das Projekt "Keine(r) ohne Abschluss" erst nach der Klasse 9 beginnen soll und die notwendige individuelle effektive Förderung nicht schon ab Klasse 5 einsetzt.
Die GEW fordert, dass der mittlere Schulabschluss nach Klasse zehn in ´Einer Schule für alle Kinder` künftig Standard- und Qualitätsziel für alle Schülerinnen und Schüler wird, auch für diejenigen der Realschule plus.
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