GEW erwartet von der Landesregierung Verbesserungen für die Schulen
"Keinen Plan für die Baustellen in der Schulpolitik" attestiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ministerpräsident Rüttgers nach seiner heutigen Pressekonferenz. Die Gewerkschaft vermisst effektive Maßnahmen der Landesregierung zur Verbesserung der Unterrichtssituation an den Schulen sowie zur Verkleinerung der Schulklassen.
12.08.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Offenbar hat die Landesregierung keinen Plan für die Baustellen in der Schulpolitik", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in einer ersten Reaktion auf die Pressekonferenz des Ministerpräsidenten.
Die GEW bekräftigt ihre Forderung nach einem "Stufenplan" zur Verbesserung des Unterrichts an den 6.800 Schulen in NRW. Mit Hilfe eines Investitionsprogramms soll die Höchstzahl der Schüler in den Klassen jährlich gesenkt werden. In einem ersten Schritt müsse die Maximalzahl 30 in allen Schulen verwirklicht werden. "Davon profitieren fast 7.000 übergroße Klassen mit mehr als 30 Schülern", so Meyer-Lauber. Darüber hinaus müssten zusätzliche Personalstellen für innovative Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie für die Entlastung der Schulleitungen mobilisiert werden.
GEW-Chef Meyer-Lauber: "Außerdem verlangen wir zum nächsten Schuljahr die Pflichtstunden für alle Lehrkräfte um eine Stunde zu verringern." Der Lehrerberuf, einer aktuellen DIMAP-Studie zufolge mit höchstem gesellschaftlichen Ansehen versehen, müsse attraktiver gestaltet werden. Zudem drohe ein fachlicher Lehrermangel, weil qualifizierte Bewerber in andere Bundesländer abwandern. "Wir erwarten von der Landesregierung eine Verbesserung der Einstellungsbedingungen. Insbesondere die Altersgrenze zur Verbeamtung muss auf 45 Jahre angehoben werden", verlangt Meyer-Lauber.
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