GEW erwartet wieder große Beteiligung bei Warnstreiks und Demonstration in Düsseldorf
Vor der dritten Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und den Arbeitgebern ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erneut zu Warnstreiks und Protestaktionen auf. Erst führen die Tarifbeschäftigten am 10. Februar regionale Streikversammlungen in zehn Städten NRWs durch, dann demonstrieren sie gemeinsam mit den Beamten in Düsseldorf. Motto der Großdemonstration: "Mit acht Prozent aus der Krise". Die GEW erwartet rund 5.000 Demonstranten zur Abschlusskundgebung vor der Staatskanzlei in Düsseldorf.
09.02.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Wir wollen es wissen. Herr Linssen hat jetzt Gelegenheit zu zeigen, was ihm die Lehrer Wert sind", erklärte GEW-Vorsitzender Andreas Meyer-Lauber im Vorfeld der morgigen Aktionen und hat bereits Linssens Rolle bei einem möglichen Verhandlungsmarathon am kommenden Wochenende in Potsdam im Blick. "Wir erwarten, dass die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Verhandlungsangebot unterbreitet." Meyer-Lauber nahm auch Ministerpräsident Rüttgers und Schulministerin Sommer in die Pflicht, sich bei Kabinettskollege Linssen für die Belange der Lehrerinnen und Lehrer einzusetzen. Andernfalls trägt, so Meyer-Lauber, die Landesregierung die politische Verantwortung für weitere Streiks und Unterrichtsausfall. "Wie zügig und ergebnisorientiert Tarifverhandlungen laufen können, haben wir jetzt bei der Bahn gesehen", verwies der GEW-Landesvorsitzende auf den jüngsten Tarifabschluss bei der Bahn AG.
Bereits zum dritten Mal sind die tarifbeschäftigten Lehrer und Sozialpädagogen der Schulen und die wissenschaftlich Beschäftigten der Hochschulen zum Warnstreik aufgerufen. Sie finden sich ab 10.00 Uhr in den Streiklokalen in Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln und Wuppertal und erstmals in Münster ein. Ab Mittags geht es gemeinsam mit den verbeamteten Kollegen nach Düsseldorf.
Gemeinsame Demonstration: Vom Finanzminister zur Staatskanzlei
Geplant ist ein gemeinsamer Auftakt von Tarifbeschäftigten und Beamten in der Landeshauptstadt vor dem Finanzministerium gegen 14.00 Uhr, ein anschließender Demonstrationszug führt zur Staatskanzlei. Auf der Abschlusskundgebung gegen 15.30 Uhr reden neben GEW-Chef Meyer-Lauber auch die Vorsitzenden der Gewerkschaften ver.di und der Gewerkschaft der Polizei sowie der DGB-Landesvorsitzende Guntram Schneider.
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