GEW fordert bessere Rahmenbedingungen für Ganztag an Gymnasien und Realschulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält die Investitionsmittel für die Ganztagsoffensive für zu knapp bemessenen und fordert die Landesregierung auf, bessere Voraussetzungen für einen sinnvollen Ganztagsunterricht an Realschulen und Gymnasien zu schaffen. Andernfalls, so die Befürchtung der GEW, wird bei einer unzulänglichen Umsetzung der pädagogischen Übermittagsbetreuung die Unzufriedenheit der Eltern und Schüler mit den schulischen Lernbedingungen noch wachsen und das Lernklima negativ geprägt werden.

27.03.2009 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Schüler werden aufgrund der Stoffdichte der Lehrpläne durch Hausaufgaben und Zeitdruck völlig überlastet", beschreibt die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW, Dorothea Schäfer, die Situation, wenn den betroffenen Schulen nicht geholfen wird. "Die Lehrkräfte wissen bei verlängerten Präsenzzeiten und ungekürzten Korrekturverpflichtungen nicht mehr, wie sie ihre Aufgaben verantwortlich erledigen können." Die GEW wird im Rahmen einer Fachtagung am Samstag (28.3.) in Bochum über bessere Bedingungen zur Ganztagsbetreuung an Gymnasien und Realschulen beraten.

Grundsätzlich hält die GEW eine Aufstockung der Investitionsmittel für unerlässlich, um die erforderlichen Ausstattungs- und Raumstandards für Ganztagsschulen sicher zu stellen. "Die Finanzmittel", so die Forderung Schäfers, "sollten den ursprünglichen Vorgaben für die Finanzierung der Ganztagssysteme aus den Mitteln des aufgezehrten Bundesinitiativprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) entsprechen."

Die stellvertretende GEW-Vorsitzende sieht die Landesregierung wegen der überstürzten Einführung von "G8" (Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre) unter großem Druck. "Eltern, Schüler und Lehrer leiden unter einem Ganztagsbetrieb ohne Räume und Mittagessen", so Schäfers Klage. "Bei bis zu 34 Wochenstunden Unterricht bleiben 12-Jährige ohne eine Mittagsversorgung." Dieser Zustand sei unhaltbar.


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