GEW fordert mehr Geld für Beschäftigte an Schulen und Hochschulen

Gemeinsam mit den Gewerkschaften ver.di und GdP will die GEW in der laufenden Tarifrunde erreichen, dass die Beschäftigten des Landes 8 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 200 Euro mehr erhalten.

26.01.2009 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-Pfalz

"Wenn wir mehr junge, qualifizierte Menschen für pädagogische Berufe gewinnen wollen, brauchen wir attraktive Arbeitsbedingungen in den Schulen und Hochschulen. Dazu gehört auch das Gehalt. Hier ist ein ordentlicher Zuschlag notwendig", so Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz (GEW), anlässlich der ersten von sechs Veranstaltungen, die die GEW zurzeit landesweit zum Thema Tarif- und Besoldungsrunde 2009 durchführt. Die GEW fordert für den Schulbereich auch die zeitnahe Aufnahme von Verhandlungen zur Tarifierung von Eingruppierung und Lehrverpflichtung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte.

"In Zukunft muss im öffentlichen Dienst wieder das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit gelten", fordert der GEW-Vorsitzende. Er verweist dabei auf den Tarifabschluss für die Beschäftigten beim Bund und in den Kommunen. Für diese hatten die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im vergangenen Jahr deutliche Einkommenserhöhungen erreicht, die laut Hammer der aktuellen Forderung entsprächen. Schon aus diesem Grund sei eine Tarifforderung von 8 Prozent gerechtfertigt.

Darüber hinaus müsse berücksichtigt werden, dass die Beschäftigten der Länder in den zurückliegenden Jahren Reallohnverluste hinnehmen mussten und somit bei den Einkommen erheblicher Nachholbedarf entstanden sei.

In der Wirtschafts- und Finanzkrise sieht die GEW kein Argument für Lohnzurückhaltung im öffentlichen Dienst, denn Lohnerhöhungen bedeuteten Zunahme von Kaufkraft und passten damit zu anderen Maßnahmen, die zur Belebung der Konjunktur in Deutschland derzeit getroffen würden.

Ansprechpartner

GEW Rheinland-Pfalz

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