GEW fordert Schulsportoffensive in NRW!

Nach Angaben der GEW fällt jede vierte Sportstunde an den Schulen in NRW aus, das sind wöchentlich mehr als 40.000 Sportstunden. Die GEW fordert von der Landesregierung und den Kommunen, endlich dafür zu sorgen, dass für alle Schülerinnen und Schüler in NRW endlich die drei Sportstunden in der Woche stattfinden, die in den Lehrplänen vorgeschrieben sind.

24.08.2009 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Ein Viertel der Schülerinnen und Schüler in NRW verlassen jährlich die Grundschule ohne schwimmen zu können. Dass in den Kommunen Schwimmbäder und Lehrschwimmbecken geschlossen worden sind und Fachlehrkräfte fehlen, führt zu dieser unverantwortlichen Bilanz", erklärte heute der stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Norbert Müller, der selbst Sportlehrer ist. Allein an den Grundschulen werde die Hälfte des erteilten Sportunterrichts nicht von ausgebildeten Lehrkräften gegeben.

Die stiefmütterliche Behandlung des Faches Sport stehe im krassen Gegensatz zur gestiegenen Bedeutung, die Ärzte und Wissenschaftler dem Schulsport zuschreiben. Während Gesundheitspolitiker die Notwendigkeit einer täglichen Sportstunde unterstreichen, finde in NRW noch nicht einmal die vorgeschriebenen drei Stunden pro Woche statt.

Norbert Müller: "Die Landesregierung ist dringend aufgefordert, in Sachen Schulsport in die Offensive zu gehen." Das große Engagement des Landessportbunds und die Kooperation mit Sportvereinen sei sicherlich begrüßenswert, ändere aber leider nichts an der desolaten Situation. Mit Blick auf die Kommunalwahlen in NRW sei die Landesregierung dringend gefordert, die Finanzausstattung der Kommunen deutlich zu verbessern, damit ausreichend Sportstätten und Schwimmbäder gebaut werden können.


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