GEW: "Hausaufgaben gehören nicht auf den Küchentisch"

"Hausaufgaben gehören in die Schule und nicht auf den Küchentisch", kommentierte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Studie der Universität Dresden zu Sinn und Unsinn der traditionellen Hausaufgabenpraxis. Nach Aussage der GEW-Vize decken sich die empirisch ermittelten Ergebnisse der Studie, nach denen Hausaufgaben sich weder positiv noch negativ auf die Schülerleistungen auswirken, weitgehend mit den Erfahrungen der Lehrerinnen und Lehrer.

01.02.2008 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Für Demmer ergibt sich daraus die Forderung, Übungsphasen, auswendig lernen und selbstständiges Lernen als Teil des Unterrichts anzusehen und nicht den Eltern aufzuhalsen: "Dazu brauchen wir jedoch mehr Zeit in Ganztagsschulen und genügend qualifiziertes Personal, das anleiten und Hilfestellung geben kann. Die politisch Verantwortlichen erkennen leider viel zu langsam, dass in der jungen Elterngeneration Mama und Papa nicht mehr als preiswerte Hilfslehrer der Nation zur Verfügung stehen." Die GEW-Vize vertrat zudem die Ansicht, dass die Chancenungleichheit in der Schule durch die gängige Hausaufgabenpraxis noch verstärkt werde.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden