GEW: Lokale Warnstreiks in neun Städten NRWs - Lehrer lassen nicht locker
Für Donnerstag, 5. Februar, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die angestellten Lehrkräfte zu Warnstreiks in neun Städten aufgerufen. Die lokalen Streikkundgebungen finden in Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln und Wuppertal statt und setzen die derzeit stattfindenden vielfältigen Streiks und Protestaktionen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst fort.
04.02.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-WestfalenDie Gewerkschaft GEW rechnet für Donnerstag mit einer deutlichen Zunahme der Zahl der Streikenden in den Schulen und Hochschulen in NRW. An den Schulen wird es wieder zu Unterrichtsausfall kommen. In der Woche zuvor hatten sich zu einer zentralen Streikkundgebung in Düsseldorf rund 1.500 angestellte Lehrkräfte versammelt.
Bei den Aktionen am Donnerstag setzt die GEW auch auf den Schulterschluss mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes Ver.di und GdP und dem DGB. Auf den Streikkundgebungen werden auch örtliche Repräsentanten des DGB und von Ver.di sprechen.
"Wir lassen nicht locker bis die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch gelegt haben", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in Essen. Meyer-Lauber wird auf einer Streikkundgebung in Bielefeld reden, seine beiden Stellvertreter Dorothea Schäfer und Norbert Müller reden in Dortmund bzw. in Köln. In Köln findet eine "Öffentliche Unterrichtsstunde" mit zahlreichen Schülern und Lehrern statt.
Die Vertreter der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben die gewerkschaftliche Tarifforderung nach 8% mehr Gehalt abgelehnt und selber kein Verhandlungsangebot unterbreitet. Dies hat nach Einschätzung von GEW-Landeschef Meyer-Lauber zu einer spürbaren Mobilisierung unter den angestellten Lehrkräften und Wissenschaftlern geführt und gibt der Streikkampagne der GEW deutlichen Auftrieb. "Wer gute Schulen, muss auch die angestellten Lehrer gerecht bezahlen. Wir erwarten von Schulministerin Sommer, dass sie sich für die Belange ihrer Beschäftigten bei Finanzminister Linssen, der bei den Tarifverhandlungen dabei ist, stark macht", verlangte Meyer-Lauber abschließend.
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