Nordrhein-Westfalen

GEW-Schulleitungskonferenz mit Ministerin Löhrmann

Schule funktioniert nicht ohne professionelle Leitung. Das Anforderungsprofil für Schulleitung ist enorm gewachsen. Schulleiter sind nicht mehr "primus inter pares" im Lehrerkollegium, sondern Manager und Moderatoren, Organisatoren und Kommunikatoren für schulische Entwicklungsprozesse. Sie sind auch Führungskräfte mit Personalbefugnissen, mithin Experten für Arbeits- und Dienstrecht, sowie Schul- und Verwaltungsrecht. Dem gewandelten Berufsbild und Rollenverständnis muss auch – so fordert die GEW – die Anerkennung als eigenständige Profession folgen.

02.12.2011 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Schulleitung ist ein eigenständiger Beruf geworden, auf den man sich umfassend vorbereiten und qualifizieren muss", sagt Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der GEW. Die GEW hat als größte Gewerkschaft der Lehrerinnen und Lehrer in NRW auch die meisten Schulleiterinnen und Schulleiter organisiert. Diese Mitgliedergruppe ist zu einer Schulleitungskonferenz der GEW "Schulleitung – (m)ein Beruf?" eingeladen, die am Samstag, den 3.12.2011, im Dortmunder Kongresszentrum (Westfalenhallen) stattfindet. Mit Spannung erwarteter Gast wird Schulministerin Sylvia Löhrmann sein, die zum Thema "Die Schulleitung an der eigenverantwortlichen Schule in NRW" referieren wird.

Die GEW will mit Schulministerin Löhrmann über die Bedingungen diskutieren, unter denen Schulleiterinnen und Schulleiter ihren anspruchsvollen Job tun und welche Verbesserungen erforderlich sind, um Professionalität zu entwickeln. So fordert die GEW eine deutliche Ausweitung der Leitungszeit für die Schulleitung.

"Aber nicht alles, was Schulleitung jetzt tut, muss auch wirklich von ihr erledigt werden", meint die GEW-Landesvorsitzende und fordert eine Aufgabenkritik. "Mit dem Einsatz von Schulverwaltungsassistenten und einer Aufstockung der Schulsekretariate könnten viele Aufgaben delegiert werden und Schulleitung könnte sich mehr um Schulentwicklung kümmern."

Doch wenn Schulentwicklung gelingen soll, meint die GEW, kommt es nicht nur auf starke Schulleitung an, sondern genau so sehr auf effektive Partizipation und Mitbestimmung im Schulkollegium. Schäfer wörtlich: "Lehrerräte haben hier eine wichtige Funktion. Sie müssen auf gleicher Augenhöhe agieren können."

Schulleitung an Grund-, Haupt- und Realschulen besser bezahlen und befördern!

Für den chronischen Bewerbermangel an Grundschulen und auch an den Schulformen der Sekundarstufe I ist nach Auffassung der GEW die schlechte Bezahlung und die ungenügende Entlastung für Schulleitungsaufgaben verantwortlich. Dorothea Schäfer: "Die GEW fordert mehr Geld und zusätzliche Beförderungsstellen, die der geänderten Rolle, der Verantwortung und dem Umfang der Aufgabe Rechnung tragen."

Weitere Informationen: www.gew-nrw.de/index.php?id=2340


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