GEW: Streichung der Lehrerstellen aufgeben
Das Statistische Landesamt hat seine Prognose zu den Schülerzahlen in Baden-Württemberg deutlich nach oben korrigiert. "Jetzt muss die Landesregierung endlich die Streichung der 11.600 Lehrerstellen aufgeben", sagte Doro Moritz, GEW-Landesvorsitzende am Donnerstag (12.06.) in Limone, "Wer nur auf einen Landeshaushalt ohne neue Schulden schielt, schadet nachhaltig der Bildung".
12.06.2014 Pressemeldung GEW Baden-WürttembergDie GEW freut sich darüber, dass Kultusminister Andreas Stoch und SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Schmiedel auf diese neue Situation reagieren wollen. "Die Verzögerungstaktik des Staatsministeriums ärgert mich", sagte Moritz, "Inklusion, Ganztagsschule und weitere Reformprojekte in der Bildung benötigen mehr Lehrer/innen und es wird höchste Zeit zu handeln. Der Lehrerbedarf war bisher nie transparent dargestellt. Jetzt muss eine Berechnung mit ehrlichen Zahlen für den Reformbedarf und die steigenden Schülerzahlen gemacht werden. Wer individuelle Förderung wirklich ernst nimmt, muss vor allem auch in die Grundschulen investieren. Mit halbherzigen und schlecht ausgestatteten Bildungsreformen wird die Landesregierung nicht erfolgreich sein."
Laut Statistischem Landesamt werden im Jahr 2020 rund 70.000 Kinder und Jugendliche mehr in den Unterricht gehen als bislang geschätzt. Das Staatsministerium will jetzt zunächst ausrechnen, wie viele Stellen dadurch erhalten bleiben. "Lehrerstellen sollten nicht nur anhand der Schülerzahlen bewilligt werden. Gute Arbeitsbedingungen und Qualität in der Bildung spielen eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die Rechnung klar: Wir brauchen die 11.600 Lehrerstellen", sagte Doro Moritz.
Weitere Informationen: www.gew-bw.de
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