GEW weist Möllrings Provokationen zurück
Vor der vierten Verhandlungsrunde der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst der Länder am 28.2./1.3.2009 verstärken die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber.
17.02.2009 Niedersachsen Pressemeldung GEW NiedersachsenGEW, ver.di, GdP und dbb-Tarifunion rufen auf zum Warnstreik, zur Demonstration und Kundgebung am 25. Februar in Hannover. Bis zum 27. Februar finden weitere Aktionen in anderen Städten und Bundesländern statt.
Das am letzten Wochenende in Potsdam vorgelegte Angebot der Arbeitgeber einer nominellen Entgelterhöhung von 4,2 %, die in Wirklichkeit unter 2 % betrage, werde als Provokation zurückgewiesen. "Besonders empörend ist der Auftritt des Verhandlungsführers der TdL, des niedersächsischen Finanzministers Möllring. Obwohl seine Ministerkollegin Heister-Neumann die Notwendigkeit von 1.500 zusätzlichen Stellen an den niedersächsischen Schulen in 2009 einräumt, bestreitet er jeden Mehrbedarf und rüpelt rum.
Seine Aussage, die weiblichen Lehrkräfte seien Boutiquen-Lehrerinnen*), die richtig arbeiten lernen müssten, toppt alle bislang bekannten Beleidigungen von Lehrkräften durch Politiker.
Eine möglichst hohe Beteiligung an Warnstreik, Demonstration und Kundgebung am 25. Februar in Hannover ist die einzig richtige Antwort auf die Provokationen der TdL und von Möllring," so Eberhard Brandt, der Landesvorsitzende der GEW Niedersachsen. Brandt fordert den Ministerpräsidenten und die Kultusministerin auf, sich von Form und Inhalt der Äußerungen Möllrings zu distanzieren.
Die Demonstration startet um 11.30 Uhr vom hannoverschen Schützenplatz zum Opernplatz, wo von 13.00 bis 14.00 Uhr die abschließende Kundgebung stattfindet.
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