GEW zur ersten Lesung des Lehrerausbildungsgesetzes

Die GEW sieht deutliche Verbesserungen im Gesetzentwurf der Landesregierung für das neue Lehrerbildungsgesetz (LABG) in NRW. Eine Reihe gewerkschaftlicher Kernforderungen zur Lehrerausbildungsreform sind umgesetzt worden.

18.12.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Der Einsatz für die Professionalität in der Lehrerausbildung hat sich gelohnt", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in Essen anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs im Düsseldorfer Landtag.

Aus gewerkschaftlicher Sicht sei besonders bedeutsam, dass alle Lehrämter gleichwertig seien und zukünftig eine gleich lange Ausbildung hätten. Entscheidend sei es in der Zukunft genügend junge Menschen für den Lehrerberuf zu gewinnen. Dafür müsse des Lehramt attraktiv gestaltet werden. Meyer-Lauber: "Das hat nicht nur, aber auch mit Geld und Ressourcen zu tun." Die Hochschulen und Schulen brauchten mehr Geld für die breiten werdenden Ausbildungsaufgaben.

Ein großer Erfolg sei, dass das Praxissemester in der Masterphase studiengebührenbefreit werde. Dies entlaste die Studierenden finanziell.

Die GEW setzt auf die gestärkte Rolle der Zentren für Lehrerausbildung. Maßgeblich für das Gelingen der Reform sei eine wirklich verstärkte Praxisorientierung und die intensive Kooperation von Universität, Ausbildungsschulen und Studienseminaren.

Alle Lehramtsstudierenden müssen vor dem Vorbereitungsdienst den Masterstudiengang absolvieren. Die GEW begrüßt, dass das Ansinnen der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände (IHK NRW) auf Einführung eines "Assistenz-Lehrers" ("Zwei-Fach-Bachelor") verworfen wurde.


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