Grippewelle führte zu höherem Krankenstand

"Die so genannte Schweinegrippe hat unsere Schulen und Schulaufsichtsbehörden vor große Herausforderungen gestellt. Dank des großen Engagements von Schulleitungen und Lehrkräften war es möglich den Vertretungsumfang deutlich zu steigern und den erhöhten Krankenstand durch die Grippewelle abzufedern", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL anlässlich der Veröffentlichung der Stichprobenerhebung zum Unterrichtsausfall.

18.01.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Der flexible Einsatz von Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsausfällen, wie zum Beispiel die fest installierte Lehrerreserve, Vertretungsmittel, schulbezogene Stellenausschreibungen, Deputatserhöhungen, Mehrarbeit von Lehrkräften, organisatorische Maßnahmen oder der Einsatz von Stunden des Ergänzungsbereichs haben gravierende Ausfälle in aller Regel verhindert.

Erfreulich ist die Entwicklung an den beruflichen Schulen. Dort ging der Unterrichtsausfall auf 3,6 Prozent zurück (November 2008: 4,5 Prozent) und entspricht etwa den Werten von 2005 und 2007. Den geringsten Unterrichtsausfall meldeten die Grundschulen mit 1,1 Prozent (November 2008: 0,9 Prozent) und die Förderschulen mit 1,4 Prozent (November 2008: 2,5 Prozent). Die höchsten Ausfälle verzeichnet das Gymnasium mit 5,5 Prozent (November 2008: 4,4 Prozent). Auch die Hauptschulen und die Realschulen haben im Vergleich zum Vorjahr mit 3,0 Prozent (November 2008: 2,3 %) bzw. 3,8 Prozent (November 2008: 3,1 Prozent) einen höheren Unterrichtsausfall.

Krankheit ist der Hauptgrund für die Abwesenheiten von Lehrkräften mit einem Anteil von 65,9 Prozent (November 2008: 56,4 Prozent). Weitere Gründe sind Lehrerfortbildung (14,5 Prozent) und außerunterrichtliche Veranstaltungen (5,9 Prozent). Vertretungen wurden vor allem über unbezahlten Mehrarbeitsunterricht (22,7 Prozent) sowie die Lehrerreserve einschließlich Nebenlehrkräften (21,5 Prozent) geleistet. Weitere wesentliche Maßnahmen für Vertretungen sind die Gruppen- und Klassenzusammenlegung (18,1 Prozent) und selbst organisiertes Lernen unter Aufsicht (14,2 Prozent).


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