Grundschuleltern und Kultusminister vereinbaren konstruktive Zusammenarbeit

Die Landeselternvertretung (LEV) Grundschulen und Kultusminister Jürgen Schreier wollen in Zukunft enger und besser zusammenarbeiten. Dies wurde bei einem Treffen, zu dem Kultusminister Jürgen Schreier die Eltern eingeladen hatte, vereinbart.

29.09.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Man wolle jetzt, so Minister Jürgen Schreier und LEV-Vorsitzender Dammann, zu einem konstruktiven Dialog kommen. Zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten war es während der Debatte um die Grundschulstrukturreform gekommen, bei der unterschiedliche Konzepte der Schulorganisation unvereinbar gegenüberstanden. Nachdem das Parallelklassensystem mit Beginn dieses Schuljahrs eingeführt wurde, sei es unter Hintanstellung der Strukturfragen vernünftig, sich im Interesse der Kinder jetzt den Inhalten zuzuwenden.

Die Grundschuleltern werden in der neuen Qualitätskommission unter Leitung des Direktors des Qualitätsinstituts der Länder, Professor Dr. Olaf Köller, vertreten sein. Diese Kommission wird noch vor den Herbstferien ihre Arbeit aufnehmen. In einem ersten Schritt wird sie bis zum Ende dieses Jahres Empfehlungen für die Lehrkräfte erarbeiten, wie die neue tägliche Förderstunde in den Klassen 1 und 2 systematisch genutzt werden kann, um Lerndefizite auszugleichen und die Kinder individueller zu fördern, z. B. in der Sprache und der Sozialkompetenz.

Danach wird sich die Kommission der Frage widmen, wie die Mehrzügigkeit konstruktiv genutzt werden kann - und das nicht nur bei den Grundschulen. Was die Busbeförderung der Kinder und die räumliche Ausstattung der Schulen betrifft, stellte Kultusminister Jürgen Schreier noch einmal klar, dass beides seit eh und je in der Verantwortung der Städte und Gemeinden liegt.

Der Kultusminister und der Vorsitzende der Landeselternvertretung dankten den Schulträgern ausdrücklich für die große organisatorische Leistung, bis zu Beginn des neuen Schuljahres Schulräume und neue Busverbindungen sichergestellt zu haben. Dass es hier und da Anlaufschwierigkeiten gebe, sei nachvollziehbar. Auch zum Einsatz der Busbegleiter informierte Minister Schreier die Elternvertretung. Busbegleiter seien ein freiwilliger Service der Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den zuständigen Beschäftigungsgesellschaften der Kreise. Diese allein würden entscheiden, ob und auf welchen Linien Busbegleiter zum Einsatz kommen.

Kultusminister Jürgen Schreier und der Vorsitzende der Landeselternvertretung betonten abschließend: "Wir werden jetzt den Blick nach vorne richten und die notwendigen Qualitätsverbesserungen gemeinsam angehen."


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