Gütesiegel individuelle Förderung: Kriterienkatalog steht - Schulen können sich ab sofort anmelden
Individuelle Förderung - diesen zentralen Leitgedanken des Schulgesetzes zügig und effizient in der Praxis umzusetzen, hat im Ministerium für Schule und Weiterbildung oberste Priorität. Für das von Schulministerin Barbara Sommer angekündigte "Gütesiegel individuelle Förderung" fällt am morgigen Samstag der Startschuss. Auf dem Fachkongresses "forum-Schule - Praxis der individuellen Förderung", der von der Stiftung Partner für Schule NRW in Essen initiiert wird, präsentiert Ministerin Sommer einen Kriterienkatalog, den Schulen erfüllen müssen, um das Gütesiegel verliehen zu bekommen. "Schulen können sich ab sofort auf der Homepage des Ministeriums [www.schulministerium.nrw.de](http://www.schulministerium.nrw.de) dafür bewerben. Ich lade alle Schulen herzlich zum Mitmachen ein und bin mir sicher, dass wir schon bald eine ganze Reihe guter Schulen auszeichnen können", so Ministerin Sommer.
20.10.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-WestfalenBei dem hochkarätig besetzten Fachkongress geht es um die Verzahnung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Beispielen guter Praxis individueller Förderung an den Schulen. Die Kongressteilnehmer - mehr als 500 Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter, sowie Schulaufsichtsbeamte - erfahren von Professor Manfred Spitzer, Neurobiologe aus Ulm, wie nach aktuellem neurobiologischem Forschungsstand das Lernen funktioniert. Professor Andreas Schleicher vom OECD Sekretariat Paris und Koordinator der PISA-Studie erläutert, wie individuelle Förderung in anderen Ländern gelingt: "Erfolgreiche Bildungssysteme orientieren sich an strategischen Bildungszielen und ihre Lehrer setzen diese Ziele verbindlich und individuell in Lernmethoden für den einzelnen Schüler um, das heißt, sie individualisieren Lernpfade und unterstützen ihre Schüler dabei, durch eigenständiges Denken und Handeln selbstständig und kooperativ zu lernen." Dies sei genau der Weg, den auch die NRW-Landesregierung mit ihrer neuen Schulpolitik eingeschlagen habe, erklärte Ministerin Sommer.
Ein wichtiger Bestandteil des Kongresses sind die Fachdialoge. Dort erläutern Schulpraktiker, wie an ihrer Schule individuelle Förderung bestmöglich umgesetzt wurde. "Die Fachdialoge stellen die praktische Arbeit in den Schulen und die konkrete Umsetzung der individuellen Förderung vor Ort in den Vordergrund. Unsere Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass in bestimmten Themenbereichen wie der Berufswahlorientierung, auch die Arbeitsweise und Unterstützung der Wirtschaft eine individualisierte und eigenständige Arbeit der Schülerinnen und Schüler stärken können", erklärte Roland Berger, Vorstand der Stiftung Partner für Schule NRW.
Journalisten, die über den Kongress in Essen berichten wollen, sind dazu herzlich eingeladen. Zwischen 11 und 11.30 Uhr besteht Gelegenheit zu Pressegesprächen mit Ministerin Barbara Sommer, Professor Manfred Spitzer und PISA-Koordinator Professor Andreas Schleicher. Kontakt über die Stiftung Partner für Schule, Telefon 0211 / 901 04 26.
"forum schule" - Fachkongress Praxis der individuellen Förderung, Haus der Technik Essen (Haus 1), Hollestraße 1, 21.Oktober 2006, 8.45 Uhr bis 16.30 Uhr. Weitere Informationen und das Programm gibt es unter www.partner-fuer-schule.nrw.de.
Den Kriterienkatalog und die Anmeldung für das Gütesiegel Individuelle Förderung gibt es unter www.schulministerium.nrw.de.
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