Gymnasien arbeiten erfolgreich
Lehrerinnen und Lehrer an den Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern werden in diesem Schuljahr deutlicher entlastet als in den Schuljahren zuvor. Im 50-Mio.-Euro-Paket sind auch Maßnahmen zur Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien vorgesehen.
13.10.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernSeit dem 1. August 2014 wurde der wöchentliche Einsatz im Fachunterricht von Klassenleitern an Gymnasien (Klasse 7 ‑ 10), an Gesamtschulen und an Regionalen Schulen (Klasse 5 ‑ 10) um eine Stunde reduziert. Außerdem müssen Lehrerinnen und Lehrer, die überwiegend in der gymnasialen Oberstufe tätig sind, seit dem Schuljahr 2014/2015 bis zu 3 Stunden weniger unterrichten. Ältere Lehrerinnen und Lehrer erhalten Anrechnungsstunden (ab 57 Jahren: eine Stunde, ab 60 Jahren: zwei Stunden).
"Die Gymnasien in unserem Land arbeiten sehr erfolgreich. Dies ist vor allem der Leistung der Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken", lobte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "Sicher gibt es auch an Gymnasien Bereiche, die wir weiter verbessern können. Mit den Lehrerverbänden befinde ich mich seit meinem Amtsantritt in vertrauensvollen und konstruktiven Gesprächen", betonte Brodkorb. Der Bildungsminister schließt sich der Äußerung des Landesvorsitzenden Jörg Seifert an, dass an den Gymnasien von einem "Kollaps" nicht die Rede sein könne.
Im Jahr 2013 haben an den Gymnasien und Gesamtschulen in Mecklenburg-Vorpommern mehr Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife erworben als im Schuljahr davor. Insgesamt erreichten 37,6 Prozent der Absolventen eine Hochschulzugangsberechtigung, darunter 33,8 Prozent das Abitur und 3,8 Prozent die Fachhochschulreife. Dies sind die höchsten Werte in der Geschichte des Landes. Im Jahr 2006, als das 13-jährige Abitur wieder abgeschafft wurde, lag die Quote der Abiturienten nur bei 23,5 Prozent und die Quote der Schulabgänger mit Fachhochschulreife bei 1,2 Prozent.
Aus der Statistischen Veröffentlichung der Kultusministerkonferenz (Dokumentation Nr. 204 – März 2014, Seite 26) geht hervor, dass die Gymnasien im Jahr 2012 im Sekundarbereich I (Klasse 7 - 10) eine durchschnittliche Zahl von 23,4 Schülern pro Klasse hatten. Im bundesweiten Vergleich wies Mecklenburg-Vorpommern damit die geringste Durchschnittszahl von Schülern pro Klasse an Gymnasien auf. Die Statistische Veröffentlichung der KMK vom März 2014 ist die jüngste Veröffentlichung mit bundesweiten Vergleichszahlen. "Ich gehe davon aus, dass sich die Situation auch im laufenden Schuljahr nicht wesentlich verändert hat", erklärte Bildungsminister Mathias Brodkorb.
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