Hamburger Schule erhält Preis des Bundespräsidenten
Die Berufliche Schule Holz, Farbe und Textil (G6) hat im Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik 2009/10 gleich zwei Preise gewonnen: den Schulpreis und einen zweiten Preis bei den Projekten der 11. bis 13. Klassen.
24.06.2010 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Überreicht wurden die Preise vom Chef des Bundespräsidialamts, Staatssekretär Dr. Hans-Jürgen Wolff, und der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp. Neben Urkunden erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner 5.000 Euro für den Schulpreis und 1.000 Euro für den zweiten Platz. Zur Preisverleihung ins Schloss Bellevue waren insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte der G6 eingeladen.
Bildungssenatorin Christa Goetsch gratuliert den Schülerinnen und Schülern sowie dem engagiertem Kollegium herzlich: "Ich freue mich, dass die außergewöhnliche Arbeit der G6 über die Landesgrenzen anerkannt und belohnt wird. Die Schülerinnen und Schüler verbinden auf großartige Weise ihr schulisches und berufliches Leben mit entwicklungspolitischem Einsatz."
Thema des Wettbewerbs war "Unsere Welt erhalten – unsere Zukunft gestalten". Den Schulpreis erhielt die G6, weil sie sich nachhaltig für diese Ziele eingesetzt hat. Sie überzeugte durch langfristiges, kreatives Engagement, wobei der "Austausch zwischen den Kulturen auf Augenhöhe" Grundbedingung war. Die Schule pflegt mit zwei Partnerschulen in Mosambik einen regen Austausch. So führte sie bereits mehrere Projektreisen nach Mosambik durch und empfängt auch in diesem Jahr wieder mosambikanische Auszubildende in Hamburg. Der Austausch zwischen den Kulturen findet auch in schulischen Unterrichtsfächern wie zum Beispiel "Wirtschaft und Gesellschaft" und "Gestaltung", sowie in der praktischen Ausbildung statt.
Mit einem zweiten Platz ausgezeichnet wurde das Projekt "Ein Spielplatz für Moamba". Im Sommer 2009 hatten Schülerinnen und Schülern der zwei mosambikanischen Partnerschulen zusammen mit Schülerinnen und Schüler der G6, zwei Studentinnen und zwei Lehrern vor Ort einen Spielplatz gebaut und dabei viel voneinander gelernt. Künstlerisch-kreative Fähigkeiten wurden mit handwerklichen Aspekten sowohl bei der Planung des Spielplatzes als auch bei der Umsetzung verbunden. Ein weiterer Effekt der intensiven Zusammenarbeit: Die deutschen und mosambikanischen Jugendlichen konnten Vorurteile abbauen und lernen, die jeweils andere Kultur als Bereicherung der eigenen anzuerkennen.
Schulleiter Hans-Günther Dittrich: "Die doppelte Auszeichnung macht uns sehr stolz. Denn das Engagement für das Spielplatzprojekt war etwas Herausragendes. Aber es wurde ebenso unser Engagement von über 10 Jahren in diesem Bereich honoriert – mit einem Preis des Bundespräsidenten, der sich für den Austausch mit Afrika besonders eingesetzt hat."
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