Hauptschule - die Schule für die anderen

Der Bayerische Elternverband (BEV) begrüßt den Appell der Stadt München an den Freistaat, die Hauptschule abzuschaffen. "Was wir schon seit Jahren fordern, fordert nun auch die Landeshauptstadt: endlich eine Schulstruktur zu schaffen, die Kinder nicht mehr ausgrenzt", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. Es gehe nicht darum, den jetzigen Hauptschülern und ihren Lehrern die Schule wegzunehmen. Diese verdienten jede denkbare Unterstützung. Doch dieser Schulzweig müsse geschlossen werden. "Es dürfen einfach keine Fünftklässler mehr in Hauptschulen eingeschult werden", sagte Zacharias.

07.11.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Seit 30 Jahren versuche man in ganz Deutschland, die Hauptschule zu retten - ohne Erfolg. Diejenigen, die ihre Kinder dorthin schicken sollen, wollten die Hauptschule nicht. "Wer sieht, unter welchem Stress Kinder, Eltern und Lehrer der Grundschule stehen, wenn es an den Übertritt geht, kann doch nicht ernsthaft behaupten, dass jemand die Hauptschule haben will. Retten wollen sie immer nur diejenigen, die vom momentanen System profitieren: Lehrer von Gymnasien und Realschulen und die Eltern, deren Kinder es ebenfalls dorthin geschafft haben. Die Hauptschule ist immer die Schule für die anderen."

Der BEV, ein schulartunabhängiger Elternverband, hat vor gut drei Jahren zusammen mit der Landesschülervertretung und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die Initiative "Eine Schule für alle" gegründet, die sich für eine längere gemeinsame Schulzeit und eine humanere Schule einsetzt.


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