Haus, Garten und Auto der Zukunft

Die erfolgreichsten Nachwuchswissenschaftler aus Baden-Württemberg sind heute in Stuttgart ausgezeichnet worden. Aus 50 Projekten, die von insgesamt 112 Teilnehmern vorgestellt wurden, wählte die Jury 9 Arbeiten aus, die ihr Bundesland beim Finale von Jugend forscht in Dortmund vertreten dürfen. Viele der jungen Forscherinnen und Forscher ließen sich von ihrer Umwelt inspirieren: Allein vier erfolgreiche Projekte präsentierten herausragende Ideen und ungewöhnliche Innovationen für das Alltagsleben. Ausgerichtet wurde der diesjährige Landeswettbewerb zum zwanzigsten Mal von der Robert Bosch GmbH.

17.03.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Mit dem Haus der Zukunft befasste sich der 21-jährige Sebastian Wille aus Freiberg: Sein "Intelligent Computer Assistant I.C.A." soll das Leben komfortabler und sicherer machen. Das modular aufgebaute System steuert Licht und Rolläden, verfügt über ein intelligentes Alarmsystem, dass einzelne Personen erkennt, und sorgt sich um die Gesundheit der Hausbewohner. Die Jury zeichnet diese Zukunftsvision mit dem ersten Preis im Fachgebiet Technik aus. Als bestes interdisziplinäres Projekt wurde das Thema "Herbstlaub - mehr als nur Abfall?" prämiert. Constantin Klein und Manuel Henrich (beide 17) aus Metzingen beschäftigten sich mit einer sinnvollen Verwertung von Gartenlaub. Aus 500 Kubikmetern des wertvollen Rohstoffs entwickelte das Team einen biologisch abbaubaren Ölbinder.

Sicherheit für Autofahrer war das Ziel der Arbeit von Johannes Gutmann (19), Theresa Heinzmann (18) und Fabian Weber (17). Das Team gewann den Landeswettbewerb im Fach Arbeitswelt mit einem Früherkennungssystem für Sekundenschlaf am Steuer. Selbstentwickelte Sensoren erfassen Biodaten des Fahrers, die von einem Mikrochip ausgewertet werden und eine Ermüdung rechtzeitig erkennen lassen. Ein Warnsignal verhindert die oft tödlichen Unfälle durch Einnicken am Steuer. Drei Auszubildende der Sick AG in Waldkirch werden ebenfalls im Fach Arbeitswelt beim Bundeswettbewerb antreten. Florian Kuri (19), Benjamin Moser (18) und Philipp Burger (18) stellten ein "Liquid Control System" zur Verbesserung von Getränkezapfanlagen vor.

Die Biologiejury überzeugte der 17-jährige Yanxiang Zhou aus Mannheim mit seinem Projekt "Sequenzalignments für die Homologiemodellierung", als beste Chemiker wurden Johannes Kaschke (18) und Kai Kratzer (19) aus Oberkochen für die "Bestimmung der Anteile in Eisenlegierung durch oszillierende Reaktionen" ausgezeichnet. Weitere siegreiche Projekte: "Die Welt im Kasten" in Mathematik/Informatik von Philipp Stephani (19) und Igor Pochorovski (19) aus Schwäbisch Hall, die "Untersuchung der geologischen Anomalie "Bol" bei Kirchheim" in Geo- und Raumwissenschaften von Andreas Dürner (19) aus Weilheim und Marcel Brodbeck (19) aus Dettingen sowie "Eistanz in Öl" in Physik vom Team Markus Helmer (20) und Matthias Müller (20) aus Giengen/Bad Saulgau.

Der 40. Bundeswettbewerb Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter des Finales sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Alles Wissenswerte sowie viele downloadfähige Fotos aus vier Jahrzehnten Jugend forscht finden Sie unter www.jugend-forscht.org.

Kontaktadresse:

Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 / 374709 - 0
Fax : 040 / 374709 - 99

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