Immer weniger Unterrichtsausfall an Schleswig-Holsteins Schulen

An den Schulen in Schleswig-Holstein fällt immer weniger Unterricht aus. Damit ist die Initiative der Landesregierung "Jede Stunde zählt" weiterhin erfolgreich. Das Bildungsministerium hat heute (10. Mai) Zahlen zum Unterrichtsausfall in den allgemein bildenden Schulen für das 1. Schulhalbjahr 2004/2005 bekannt gegeben. Im landesweiten Durchschnitt liegt der Unterrichtsausfall jetzt bei lediglich 2,02 Prozent. Zum Vergleich: Der Landesrechnungshof hatte noch im Schuljahr 2001/2002 eine Quote von 5,2 Prozent errechnet. Der Unterrichtsausfall in Schleswig-Holstein beträgt nach den neuesten Zahlen bei den Grundschulen 1,15 Prozent, bei den Grund- und Hauptschulen 1,59 Prozent, bei den Hauptschulen 1,84 Prozent, bei den Realschulen 2,9 Prozent, den Gymnasien 2,85 Prozent, den Gesamtschulen 2,53 Prozent und den Sonderschulen 1,28 Prozent.

10.05.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave äußerte sich zufrieden über das Ergebnis: "Die Kombination aus dem jährlichen 12 Millionen Euro-Vertretungsfonds und einem verbesserten Vertretungsmanagement vor Ort hat sich erneut bewährt". Mehr als 2000 Verträge seien mit fachlich und pädagogisch geeigneten Vertretungskräften geschlossen worden. Die Ministerin dankte den Schulen für ihren Einsatz im Kampf gegen den Unterrichtsausfall. In den Schulen würden häufig gute organisatorische Lösungen erarbeitet, um den Unterricht zu sichern.

Erdsiek-Rave weiter: "Besonders erfreulich ist, dass der Unterrichtsausfall bei den Hauptschulen um etwa die Hälfte reduziert werden konnte. Das ist der größte Rückgang aller Schularten". Von 3,65 Prozent im 2. Schulhalbjahr ging der Unterrichtsausfall bei den Hauptschulen um 1,72 Prozentpunkte auf 1,84 Prozent zurück.

Die Bildungsministerin wies darauf hin, dass "Jede Stunde zählt" auch in Zukunft im gleichen Umfang wie bisher fortgesetzt werden soll. Gestartet wurde die Initiative zum Schuljahr 2003/2004. Für die Jahre 2004 und 2005 wurden insgesamt 24,2 Millionen bereitgestellt. Der Vertretungsfonds soll auch in den Jahren 2006 bis 2010 in Höhe von 12 Millionen Euro jährlich fortgeführt werden.

Hinweis: Eine Übersicht über den Unterrichtsausfall nach Kreisen entnehmen Sie bitte der beigefügten pdf-Datei.


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