In jahrgangskombinierten Klassen haben Schüler gleiche Chancen wie in jahrgangsreinen Klassen

In jahrgangskombinierten Klassen lernen die Kinder an Grundschulen genauso erfolgreich wie in jahrgangsreinen Klassen. Aber zusätzlich können sie dort ihre sozialen Fähigkeiten in einem größeren Maße als in Klassen mit Schülern nur einer Jahrgangsstufe erweitern.

03.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Jahrgangskombinierte Klassen bieten an Standorten mit rückläufigen Schülerzahlen die Möglichkeit, die Grundschule wohnortnah zu erhalten. Deshalb wundert sich das Bayerische Kultusministerium über die in einer Pressemitteilung vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband heute geäußerte Einschätzung von jahrgangskombinierten Klassen als "Sparmodell". Von schlechten Rahmenbedingungen und Einsparungen kann in Bayern keine Rede sein. Tatsächlich stellt das Bayerische Kultusministerium nämlich pro jahrgangskombinierter Klasse fünf zusätzliche Lehrerwochenstunden zur Verfügung, die der Differenzierung und individuellen Forderung der Kinder dienen. Die dort eingesetzten Lehrkräfte werden im Vorfeld auf ihre neue Aufgabe im Rahmen einer mehrtägigen Fortbildung vorbereitet. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist in der Regel auf 25 begrenzt. Lehrkräfte, die an einer Schule aufgrund der Bildung von jahrgangskombinierten Klassen möglicherweise freiwerden, verbleiben im jeweiligen Schulamtsbezirk.

Derzeit bestehen in Bayern rund 320 jahrgangskombinierte Klassen, die überwiegend Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie 3 und 4 umfassen.

Bayern bietet bessere Rahmenbedingungen als andere Länder

Die Rahmenbedingungen sind damit im Freistaat besser als in vielen anderen Ländern, in denen es jahrgangskombinierte Klassen gibt. In Baden-Württemberg zum Beispiel ist die Schülerobergrenze in jahrgangskombinierten Klassen auf 28 festgesetzt; es gibt dort auch keine zusätzliche Zuweisung von Lehrerwochenstunden zur Differenzierung. Auch in Rheinland-Pfalz liegt die Schülerobergrenze bei 27 Schülern und das Land weist pro Klasse nur drei zusätzliche Lehrerwochenstunden zu.

Das Kultusministerium freut sich, dass der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband in seiner heutigen Pressemitteilung die "pädagogischen Vorteile im erzieherischen und sozialen Bereich" ausdrücklich würdigt.


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