Schleswig-Holstein

Inklusion ist nur gemeinsam zu bewältigen

Bei einem Treffen mit dem Verband Sonderpädagogik heute (2. April) in Kiel machte Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara` Wende noch einmal deutlich, dass sie in ihrer Landtagsrede vom März in keiner Weise die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte an Förderzentren in Abrede habe stellen wollen.

04.04.2014 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Ich habe größten Respekt und Hochachtung vor der Arbeit der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen. Dies gilt auch für die Entscheidungen der Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf über die Art der Beschulung ihrer Kinder. Ich finde es bedauerlich, dass es zu Missverständnissen gekommen ist", sagte Wende.

Es sei ihr politisches Ziel, eine Debatte darüber zu führen, wie künftig möglichst alle Schulen unseres Landes inklusive Bildung realisieren werden. Die Position der Ministerin ist eindeutig: "Wir wollen den UN-Vorgaben für eine inklusive Gesellschaft entsprechen, die auch für uns der Maßstab sind, denn Deutschland hat die UN-Vorgaben ratifiziert und sich damit verpflichtet, sie umzusetzen. Deshalb sollen immer mehr Schülerinnen und Schüler mit Handicaps die Möglichkeit haben, allgemeine Schulen zu besuchen."

Die Landesvorsitzende des Verbandes Sonderpädagogik (vds), Dr. Angela Ehlers, betonte: "Ich freue mich, dass es so schnell zu einem klärenden Gespräch mit Frau Prof. Wende gekommen ist und dass sie ihre im Landtag getroffenen Äußerungen so eindeutig klargestellt hat. Es ist das erklärte Ziel des vds, die inklusive Schule zu gestalten und dabei die sonderpädagogische Unterstützung für alle Schülerinnen und Schüler mit Handicaps an allen Lernorten mit hoher Qualität umzusetzen."

In dem Gespräch betonte Wende: "Wir werden auch auf lange Sicht Förderzentren für Schülerinnen und Schüler mit körperlichen und geistigen Behinderungen haben." Allerdings sei die jetzige Rolle der Förderzentren mit dem Schwerpunkt Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung zu überdenken. "Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind die heutigen Förderzentren ein wichtiger Zwischenschritt", sagte die Ministerin und lud zu einer konstruktiven und zukunftsorientierten Debatte über die Gestaltung der inklusiven Schule ein. "Die Inklusion ist eine der große Herausforderungen für alle an Schule Beteiligten und diese können wir nur mit vereinten Kräften bewältigen", so Wende.

Der vds hat in dem Gespräch deutlich herausgestellt, dass er seine Expertise in die von der Ministerin angestoßene Debatte selbstverständlich konstruktiv einbringen wird.


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