Integrative Förderzentren: Integration von Kindern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf wird ausgeweitet
In zwei Hamburger Pilotregionen, Eimsbüttel-Nord und Nord-Ost, richtet die Behörde für Bildung und Sport an den Förderschulstandorten Bindfeldweg und Anne-Frank-Schule mit Beginn des Schuljahres 2007 / 2008 Integrative Förderzentren (IF) ein.
04.05.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Die Förderzentren haben den Auftrag, beginnend mit Klasse 1 künftig gemeinsam mit den 41 Grundschulen dieser beiden Regionen Kinder mit Sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen und in der Sprache in ihrer Grundschule zu fördern. Dabei arbeiten sonderpädagogische Fachkräfte aus den Förderzentren mit den förderbedürftigen Kindern in der Grundschule und unterstützen außerdem die Grundschullehrer fachlich bei deren Arbeit mit diesen Kindern. Der Besuch einer Förder- oder Sprachheilschule wird dadurch ersetzt.
Für eine kleine Anzahl von Kindern halten die Integrativen Förderzentren (IF) zusätzlich auch interne Lerngruppen mit nur acht bis neun Schülerinnen und Schülern vor. Hier können solche Kinder zeitweise unterrichtet werden, für die sich das Lernumfeld einer größeren Grundschulklasse aufgrund der Schwere ihrer Beeinträchtigungen eher belastend als anregend auswirkt. Auch diese Kinder bleiben Schülerinnen und Schüler ihrer Grundschulen und können – abhängig von ihrer Lernentwicklung – jederzeit wieder in ihren Grundschulen gefördert werden. Den Elternwünschen nach Förderung in der Regelschule kann somit in weit höherem Maße als bisher entsprochen werden.
Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Wir entsprechen mit diesem Pilotprojekt einem Bürgerschafts-Ersuchen, in dem die flächendeckende Einrichtung von Förderzentren gefordert worden ist. So kann Kindern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf an allen Grundschulen Hamburgs ein integratives Förderangebot gemacht werden."
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