Islamunterricht auf deutsch wertvoller Beitrag zur Integration

Ziel des Bayerischen Kultusministeriums ist es, mit einem Islamunterricht in deutscher Sprache den Schülerinnen und Schülern ein schulisches Angebot zu bieten. Bei den Bemühungen auf diesem Weg hat es zu keinem Zeitpunkt direkte Verhandlungen zwischen dem Kultusministerium und der Organisation Milli Görüs gegeben.

08.08.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Bayerische Landtag hatte mit Beschluss vom 13.12.2000 das Kultusministerium aufgefordert, mit einem "Runden Tisch" zum Thema "Islamischer Religionsunterricht/Islamische Unterweisung" Grundlagen für einen islamischen Religionsunterricht zu schaffen. Denn ein Religionsunterricht kann nach den Anforderungen des Grundgesetzes nur auf Initiative und unter Mitwirkung der islamischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern eingerichtet werden.

Eine erste Aufforderung an die Dachverbände zur Selbstorganisation blieb erfolglos. Dementsprechend hat das Bayerische Kultusministerium im März 2001 in inhaltlicher Abstimmung mit dem Bayerischen Innenministerium alle islamischen Dachverbände zu einer konstituierenden Sitzung eines Runden Tisches eingeladen. Da dieses Forum aber von den muslimischen Organisationen selbst organisiert sein soll, hatte das Kultusministerium die weitere Sitzungsleitung umgehend abgegeben und den Dialog nur noch begleitet. In der Sitzung war als ein islamischer Dachverband auch der Islamrat vertreten. Dem Islamrat gehört unter anderem Milli Görüs als Unterorganisation an, die aber bei der Sitzung selbst nicht vertreten war.


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