Jede Woche eine neue Privatschule

(bikl/noz) Die Nachfrage nach Unterricht in privaten Schulen boomt. Der Präsident des Verbandes Deutscher Privatschulen (VDP), Peter Susat, hat dazu in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung eine prächtige Bilanz vorgelegt: Von 1992 bis 2003 stieg die Anzahl der Schulen in freier Trägerschaft um rund 600 auf insgesamt 2600.

14.03.2005 Artikel
  • © praeha

Sinkende Schülerzahlen würden diesem Trend auch zukünftig nicht im Wege stehen, so Susat weiter, denn Unzufriedenheit mit dem staatlichen Schulangebot allein sei nicht Ursache des steten Zuspruchs. Viele Eltern wünschten auch eine deutlichere Überseinstimmung zwischen ihren eigenen Erziehungsidealen und dem Angebot der Schulen. Susat: "Bei einer Privatschule wissen sie, woran sie sind."

Insgesamt bezifferte Susat den gesellschaftlich gewünschten Privatschuleanteil auf "16 bis 20 Prozent. Dies läge etwa auf dem Niveau von Frankreich." Die Gründung privater Schulen ist hierzulande noch mit einem dreijährigen Hürdenlauf durch die Behörden verbunden, für die Privatschulen "häufig nur die geduldete Konkurrenz des eigenen öffentlichen Schulwesens" seien. Hier wünscht sich der Verband eine Entkrampfung mit dem Ziel, dass "das gemeinsame öffentliche Schulwesen aus Schulen in freier Trägerschaft und Schulen in staatlicher oder kommunaler Trägerschaft besteht." Das würde nach Susats Meinung "noch nicht einmal Geld Kosten, aber in der Praxis vieles zum Besseren verändern."

Das vollständige Interview:

www.neue-oz.de/information/noz_print/interviews/10543487.html


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