Jüdisches Leben in der Lindenstraße

In diesem Jahr feiert der Staat Israel sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) eine Publikation "Jüdisches Leben in Berlin. Die Lindenstraße – Ideen zur historischen Projektarbeit an Schulen" herausgegeben. Der Berliner Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner und Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht sind sich einig, dass "angesichts der Verbrechen, die Deutsche in der Vergangenheit am jüdischen Volk begangen haben, die Vermittlung der historischen Ereignisse und der besonderen Rolle der israelisch-deutschen Beziehungen in den Schulen unserer Länder eine Selbstverständlichkeit ist. Wir laden alle Schulen ein, die Anregungen der Publikation für den Unterricht zu nutzen und sich mit dem 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel aktiv auseinanderzusetzen."

08.10.2008 Berlin, Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Die Publikation widmet sich der Lindenstraße in Berlin, einer Straße, die reich an deutsch-jüdischer Vergangenheit ist. Sie steht stellvertretend für andere deutsche Straßen mit ähnlicher Geschichte und weckt gewollt Assoziationen an die gleichnamige Fernsehserie. An Einzelschicksalen wird aufgezeigt, wie sich in Berlin jüdisches Leben in den Bereichen Architektur, Literatur, Politik, Presse und Kultur entwickelt hat. Der Bogen wird dabei vom 19. Jahrhundert bis heute geschlagen. Die Schülerinnen und Schüler werden mit der Veröffentlichung angeregt, die Geschichte der Straßen aus ihrem unmittelbaren Umfeld zu erforschen. Sie erhalten Anregungen für vertiefende Recherchen, Stadterkundungen und historische Projektarbeit und können Verbindungen bis in die Gegenwart finden.

Die Erarbeitung der Publikation wurde unterstützt durch das LEO BAECK PROGRAMM "Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung", eine gemeinsame Initiative von den Freunden und Förderern des Leo Baeck-Instituts e.V., sowie dem Fonds "Erinnerung und Zukunft" und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Weitere Informationen gibt es unter www.lisum.berlin-brandenburg.de und unter www.bildung-brandenburg.de/israelwettbewerb.html


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