Jugend forscht auf der Hannover Messe 2009

Drei Preisträger von Jugend forscht zeigen ihre prämierten Projekte ab kommenden Montag auf der Hannover Messe 2009 – der größten Industriemesse der Welt. Vom 20. bis 24. April sind ihre innovativen Entwicklungen am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 2 zu bestaunen. Die ausgestellten Jugend forscht Arbeiten waren in der 43. Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden.

17.04.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Thomas Nesch (20) von der Technischen Oberschule in Stuttgart präsentiert einen Sensor, der den Flüssigkeitsverlust an Schläuchen von Lackierrobotern etwa im Automobilbereich aufspüren kann. Der Sensor kann sowohl in explosionsgefährdeten Bereichen als auch in elektrostatischen Feldern, wie sie bei der industriellen Lackierung vorkommen, eingesetzt werden. Da er sehr klein ist, lässt er sich problemlos in die Köpfe von Lackierrobotern einbauen. Der zum Patent angemeldete Sensor reagiert bereits auf sehr geringe Mengen und erkennt sogar zerstäubte oder transparente Flüssigkeiten. Kosten für die Beseitigung von Verunreinigungen und von Funktionsstörungen können damit verringert werden. Beim Jugend forscht Finale im Mai 2008 errang Thomas Nesch den Bundessieg im Fachgebiet Technik.

In Hannover vertreten sind auch Henrik Rasmus Thomsen und Burhan Senyener vom Schulzentrum an der Lerchenstraße in Bremen. Auf der Messe stellen die 17-Jährigen eine selbst konstruierte Anlage zur Verringerung der Kohlendioxid- und Feinstaubemissionen von Privathaushalten vor. Ihr System, in dem Mikroalgen angebaut werden, wird auf Hausdächern installiert. Durch diese Algenbioreaktoren werden die Haushaltsabgase hindurchgeleitet. Mittels Fotosynthese binden die Mikroalgen das Kohlendioxid und produzieren dabei Biomasse, die für die alternative Energiegewinnung verwendet werden kann. Ein Haushalt kann dadurch seine Kohlendioxidemissionen um durchschnittlich 30 Prozent und den Feinstaubausstoß um rund 10 Prozent senken. Mit ihrem Projekt errangen die beiden Jungforscher 2008 den Landessieg im Fach Geo- und Raumwissenschaften in Bremen.

In diesem Jahr findet das Jugend forscht Finale in Osnabrück statt. Für den 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 haben sich insgesamt 201 Jugendliche mit 107 herausragenden Arbeiten qualifizieren können. "Sie alle zeigen eindrucksvoll, dass wir in Deutschland über ein großes Potenzial an begabten, zielstrebigen und leistungsstarken jungen Wissenschaftlern und Erfindern verfügen", sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V.

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