Jugend forscht beim EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler erneut erfolgreich
Renate Landig (19) aus Bayern und Igor Gotlibovych (18) aus Baden-Württemberg wurden heute mit einem ersten Platz beim Europäischen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Nur vier Monate nach ihrem Jugend forscht Bundessieg konnten sich die beiden Forscher damit auch international gegen 126 Konkurrenten aus insgesamt 35 Ländern durchsetzen. Die Preisverleihung am heutigen Mittwoch, dem 21. September 2005, stellte den Höhepunkt des "17th European Union Contest for Young Scientists" dar, der am vergangenen Samstag in Moskau begann.
21.09.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis konnten die beiden Schüler für ihr physikalisches Projekt mit dem Titel "Vielecke im Waschbecken" entgegennehmen. Zusätzlich erhielten die jungen Physiker eine Einladung zur Nobelpreisverleihung 2005 als Sonderpreis. In ihrer Arbeit hatten die Nachwuchsforscher unerwartete Symmetriebrechungen im Fließverhalten von Flüssigkeiten analysiert. Der Bundeskanzler hatte Renate Landig und Igor Gotlibovych bereits mit dem Jugend forscht Sonderpreis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit ausgezeichnet und überzeugte sich vor drei Wochen bei einem Empfang im Kanzleramt persönlich von der spektakulären Entdeckung.
Der 19-jährige Stephen Schulz aus Gelsenkirchen wurde für sein Projekt "lab on the chip" in Moskau mit einem zweiten Platz und einem einwöchigen Aufenthalt beim Europäischen Patentamt in München ausgezeichnet. Das "Labor für die Westentasche" des jungen Chemikers gewann nicht nur auf dem Jugend forscht Bundeswettbewerb den ersten Preis, sondern wurde auch schon auf dem weltgrößten Nachwuchsforscherwettbewerb "Intel International Science and Engineering Fair (ISEF)" in Phoenix, Arizona mit einem Grand Award geehrt.
Der "European Union Contest for Young Scientists" ist eine Initiative der Europäischen Kommission. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern. Der EU-Wettbewerb fand erstmals 1989 in Brüssel statt. Von Beginn an waren die deutschen Teilnehmer von Jugend forscht auf internationaler Ebene sehr erfolgreich: Mehr als zwei Drittel aller von ihnen vorgestellten Projekte erzielten einen der vorderen Plätze.
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