Jugend forscht Landessieger mit innovativen Ideen

Die besten Nachwuchsforscher Bayerns sind gestern beim Landeswettbewerb von Jugend forscht in München ausgezeichnet worden. Elf siegreiche Arbeiten werden das Bundesland beim Finale des Wettbewerbs in Dortmund vertreten. In der Feierstunde im Deutschen Museum würdigte Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel die herausragenden Leistungen aller 78 Teilnehmer, die insgesamt 53 innovative Projekte präsentierten. Der Landeswettbewerb wurde in diesem Jahr vom Patenunternehmen Degussa AG ausgerichtet.

08.04.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Ein Highlight unter den siegreichen Arbeiten ist der Autopilot für elektrische Rollstühle, den Jan Kallwies (18) und Michael Bleier (17) aus Bayreuth im Fachgebiet Arbeitswelt präsentierten. Ihre Hilfe für behinderte Menschen ist mit Laserscanner, Kompass, GPS, Ultraschallsensoren und einer selbst programmierten Software ausgerüstet. Mit dieser technischen Ausstattung kann der von den Jungforschern konstruierte Rollstuhl automatisch ein vorab festgelegtes Ziel ansteuern, wobei er selbstständig Hindernisse erkennt und ihnen ausweicht. Ebenfalls erfolgreich im Fach Arbeitswelt waren Elke Schenker (20), Linda Schmalbrock (19) und Karolina Kurczyna (19) aus Ingolstadt mit ihrem Projekt "SaniTip - helfen ist kinderleicht".

Den Umweltschutz im Blick hatten Christoph Walter (19) und Kilian Hader (18) aus Bamberg, die die Wiederverwendbarkeit eines häufig verwendeten Batterietyps untersuchten. Ihr Projekt "Die Wiederaufladbarkeit des alkalischen Braunstein-Zink-Systems" brachte ihnen den Landessieg im Fach Chemie. Als beste interdisziplinäre Arbeit wurde das Projekt "Die Biogaschemie anhand eines Modelversuches" von Johannes Kiefl (19) aus Cham ausgezeichnet.

Zwei Landessieger gibt es auch im Fach Mathematik/Informatik: Michael Schramm (19) aus München überzeugte mit seinem "Vergleich von Wertpapieranlagestrategien anhand historischer Kursdaten". Hannes Stahl (19) und Martin Loose (21) aus Ulm waren mit ihrem Ansatz für ein "Neuartiges Web-Interface zur Verwaltung von Dateien im Internet per Drag&Drop" erfolgreich.

Weitere Landessieger sind: Igor Gotlibovych (17) und Renate Landig (19) aus München mit "Vielecke im Waschbecken - unerwartete Symmetriebrechungen bei Flüssigkeiten" sowie Matthias Dübgen (19), Peter Jaschke (18) und Andreas Raba (19) aus Gersthofen mit "Drehende Wärme und schwebende Kälte - Forschungen an Supraleiter und Lichtmühle", beide Arbeiten im Fachgebiet Physik; ferner Markus Kornprobst (19) aus Mühldorf/Inn mit "Wenn Bakterien leuchten - Untersuchung der bakteriellen Biolumineszenz" im Fachgebiet Biologie, Markus Giftthaler (17) aus Vilsbiburg mit einer Arbeit zur "Astrospektroskopie" in Geo- und Raumwissenschaften sowie in Technik Stefan Alexander Siegle (19) aus Mühldorf/Inn mit dem Projekt "Nitinol - ein Gedächtnismetall ersetzt Motoren".

Das 40. Bundesfinale von Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter des Jubiläumswettbewerbs sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Alles Wissenswerte sowie viele download-fähige Fotos aus vier Jahrzehnten Jugend forscht finden Sie unter www.jugend-forscht.org.

Kontaktadresse:

Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 / 374709 - 0
Fax : 040 / 374709 - 99

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