Jugend forscht Lehrer erhält "Klaus-von-Klitzing-Preis"
Der Jugend forscht Betreuungslehrer Rudolf Lehn wird heute Abend im Alten Gymnasium Oldenburg mit dem neu gestifteten "Klaus-von-Klitzing-Preis" ausgezeichnet. Die nach dem deutschen Physik-Nobelpreisträger benannte Auszeichnung erhalten engagierte Pädagogen, die sich in besonderer Weise um die Anregung von Schülerinnen und Schülern zu naturwissenschaftlichem Denken und Arbeiten verdient gemacht haben. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Carl von Ossiezky Universität Oldenburg und der EWE Stiftung vergeben. Die Nominierung erfolgt in Kooperation mit namhaften Förderern im Bildungsbereich, darunter ist auch die Stiftung Jugend forscht e. V..
11.11.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Rudolf Lehn unterrichtet Physik und Mathematik am Störck Gymnasium in Bad Saulgau. Gleichzeitig leitet der 55-jährige Studiendirektor das 1999 gegründete Schülerforschungszentrum (SFZ) Bad Saulgau. In den Laborräumen der Einrichtung arbeiten regelmäßig rund 100 Schüler aus Baden-Württemberg und Bayern an physikalischen und chemischen Experimenten. Ziel des SFZ ist es, den naturwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Seit Jahren betreut Rudolf Lehn, der bei seinen Schülern als humorvoller Betreuer gilt und im Unterricht hohen Respekt genießt, am SFZ auch Teilnehmer naturwissenschaftlicher Wettbewerbe.
Vom Preisträger geförderte Schüler waren in den vergangenen Jahren sowohl national als auch international erfolgreich. Einer von Ihnen ist Igor Gotlibovych (18), der in den vergangenen Monaten gleich mehrere Wettbewerbe gewann. Im Mai 2005 wurde der Münchener gemeinsam mit Renate Landig (19) aus Bad Saulgau Bundessieger beim 40. Finale von Jugend forscht. Für ihr herausragendes Physik-Projekt "Vielecke im Waschbecken" über unerwartete Sym¬metriebrechungen im Fließverhalten von Flüssigkeiten erhielten die Jungforschertalente den Preis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit. Anschließend konnten sie sich auch gegen internationale Konkurrenz behaupten: Ende September siegten die beiden beim 17. "European Union Contest for Young Scientists" in Moskau. Darüber hinaus errang Igor Gotlibovych unter anderem auch dreimal in Folge die Goldmedaille bei der Internationalen Physikolympiade.
Der Namensgeber des Preises, Professor Klaus von Klitzing, verbrachte die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg. 1985 wurde der Wissenschaftler für den von ihm entdeckten "Quanten-Hall-Effekt" mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Seit 1985 ist der Nobelpreisträger Direktor des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart. Zuvor war er Lehrstuhlinhaber an der Technischen Universität München.
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